Himmel erlebt, im Rollstuhl erwacht – mit Dominique Hirschi

Shownotes

Seit seinem Kite-Unfall 2013 sitzt Dominique Hirschi als Tetraplegiker im Rollstuhl. Der Weg ins neue Leben war hart: Plötzlich waren selbst die kleinsten Handgriffe unmöglich. Er erzählt, wie es sich anfühlt, wenn man nicht einmal die eigenen Tränen abwischen kann, und wie er sich Schritt für Schritt ins Leben zurückgekämpft hat. Doch heute fährt er wieder Auto, arbeitet als Treuhänder – und trägt eine Ruhe in sich, die berührt. Denn während des Unfalls hat Dominique Hirschi etwas erlebt, das ihm die Angst vor dem Tod genommen hat: Er war für einen kurzen Moment an einem Ort, den er als Himmel bezeichnet.

Wie war dieses Erlebnis? Und wie fühlt es sich an, im gelähmten Körper wieder aufzuwachen?

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Zu hören in dieser Folge: Dominique Hirschi (42) ist Treuhänder und lebt in Huttwil (BE). In seiner Freizeit fährt er gerne Handbike und verbringt Zeit mit seinen Freunden.

Autorin und Host: Evelyne Gutknecht

Links:

Transkript anzeigen

00:00:01: Endlich leben.

00:00:02: Oder auch endlich leben.

00:00:04: Ja, beide sind miteinander zu tun.

00:00:07: Weil wenn wir wissen, dass das Leben endlich

00:00:09: ist,

00:00:09: dann können wir auch endlich leben.

00:00:11: Und über den Zusammenhang zwischen Tod und Leben reden wir in diesem Podcast.

00:00:16: Mit den Leuten, die sich mit Tod sterben und Trauer auskennen.

00:00:21: Und fragen, wie sie mit ihrer Endlichkeit umgehen.

00:00:25: Willkommen zu einer neuen Folge Endlich Leben.

00:00:28: Ich bin Evelyn Gutknecht.

00:00:29: Nach dem Gespräch mit meinem heutigen Gast sehe ich die ganz kleinen, alltäglichen Sachen gerade nicht mehr als so selbstverständlich.

00:00:37: Dass ich zum Beispiel am Morgen alleine aufstehe, zu meinem Schrank laufen, Kleid rausnehmen und mich anlegen, all das ist ganz normal für mich.

00:00:47: Für Dominikir scheint nicht.

00:00:49: Oder nicht, muss ich sagen.

00:00:51: Er ist seit einem Unfall im Rollstuhl und ist bei vielen auf Hilfe angewiesen.

00:00:55: An das hat er sich nach seinem Unfall ganz fest gewöhnen müssen.

00:00:59: Am Anfang war es einfach der

00:01:01: Choror für ihn zu erzählern.

00:01:03: Und das war wirklich so schlimm, dass ich nicht selber essen konnte.

00:01:08: Wenn eine Fläuge ihm auf die Nase kam und ihm gekotselt hat, konnte ich es nicht selber wegnehmen.

00:01:15: Und auch ein guter Freund kam ein Bett, er erzählte mir das noch ein paar Mal.

00:01:21: Ich hatte eine Frage, ob man es nicht trennen kann.

00:01:25: Abputzen.

00:01:26: Und das ist ... Ja, das ist ihm.

00:01:29: Und wir schliesslich auch einfach däufeln, dass wir so alte Sachen nicht haben können.

00:01:36: Unvorstellbar, oder?

00:01:37: Ich meine, wenn man so hilflos ist und sich nicht einmal tränen selbst abputzen kann.

00:01:43: Ich bin mega froh für ihn, dass er heute, fast dreizehn Jahre später, nicht mehr an diesem Punkt ist.

00:01:48: Vieles kann er wieder selber machen.

00:01:50: Autofahren zum Beispiel.

00:01:52: Und er kann auch wieder als Treuhänder arbeiten.

00:01:55: Es war aber ein langer, härter Weg.

00:01:58: Und von diesem Weg in ein neues Leben erzählt er uns in dieser Folge.

00:02:02: Und er erzählt auch, warum er heute keine Angst vor dem Tod hat.

00:02:05: Bis im Umfall.

00:02:06: das Mal hatte er nämlich etwas ganz spezielles erlebt.

00:02:09: Ich hatte keine Angst, sondern war einfach weg.

00:02:14: Und ich war näher ein kurzer Moment im Hemmung.

00:02:18: Und ich weiss, so muss ich keine Angst vor dem Sterben haben, weil ich weiss, es würde einfach genial sein.

00:02:25: Wie war es?

00:02:26: Dort an diesem Ort?

00:02:27: Dort im Himmel?

00:02:29: Und wie war das Erwachen in einem gelähmten Körper für ihn?

00:02:33: Mit vielen Fragen im Gepäck bin ich auf Hutwil in Bern gefahren.

00:02:38: Gespannt auf die Begegnung mit dem Zwei-Vierzigjährige Dominik Hirschi.

00:02:42: Schön, kommst du mit?

00:02:45: Dominik, freue mich sehr, dass ich bei dir sein darf, hier in Hutwil.

00:02:49: Ähm, vielleicht als erstes gerade.

00:02:51: Dominik, stell dich doch mal vor, wer bist denn du?

00:02:54: Genau wie ich bin, bin ich Dominik Hirschi.

00:02:56: Ich bin hier nicht weit weg von hier aufgewachsen im Rohrbach-Graben.

00:03:02: Nach der Lehre bin ich auf Bern zögelt.

00:03:05: Ich habe dort einen Arbeitsstell gefunden und habe zehn Jahre in einem Treuhandbüro geschaffen.

00:03:10: Dann habe ich kurz ein Jahr in einem Kinderhilfswerk geschaffen.

00:03:15: Dann habe ich einen Stellenweg so geplant und die Vorgängung hatte die Ferien.

00:03:22: Ich hatte einen Plan oder hatte die Ferie angetreten und in den ersten Unfall kam und mein Leben nahm ganz andere Wände.

00:03:31: Und auf das gehen wir in diesem Gespräch in den nächsten Minuten ein, was hier genau für einen Unfall passiert ist und was das für dein Leben bedeutet.

00:03:39: So viel kann ich schon sagen.

00:03:41: Du bist hetraplegiker.

00:03:43: Wenn ich in dein Haus kam, merkte ich das gerade.

00:03:47: Alles raus, keine Stäge.

00:03:49: Und die Türen, die ich habe, ist automatisch aufgegangen.

00:03:53: Damit du mit einem Druck die Türen aufmachen könntest, musst du nicht anfahren und die Hand aufmachen.

00:04:00: Das ganze Zuhause ist auf dich zugeschnitten.

00:04:04: Was merkt man sonst an der automatischen Türe?

00:04:08: Aber es ist sicher schwelllos und über alle relativ grosse Tören.

00:04:14: Es hat zum Beispiel bei der Küche verschiedene Unterfahrbare gemacht, dass sie gut dazukommen.

00:04:20: Im Bad haben wir geschaut, dass man zum Beispiel bei der Dusche abends wegsehen kann, dass man beim Lavabo, dass das gute Unterfahrbar ist.

00:04:31: ein grosses Auto.

00:04:33: Ich weiss nicht, vielleicht hättest du es gesehen.

00:04:34: Ja,

00:04:34: eine halbe Lastung.

00:04:35: Genau.

00:04:37: Und darum müssen wir einen grossen Carport machen.

00:04:40: Genau.

00:04:41: Eigentlich alles relativ grosszügig.

00:04:43: So, dass du dich auch gut bewegen kannst mit dem Rollsturm.

00:04:46: Nicht immer, wo immer an der Tat ist.

00:04:48: Genau.

00:04:48: Jetzt kannst du vielleicht noch schnell etwas sagen zu Tetra-Plägiker.

00:04:52: Also weisst du, was das ganz genau bedeutet?

00:04:55: Was ist ein Tetra-Plägiker?

00:04:57: Das ist, wenn vier Extremitäten glemnt sind.

00:05:00: Das heisst ... Beine sind komplett gelemmt und die Arme sind teils gelemmt.

00:05:08: Ich habe verschiedene Muskeln, die funktionieren, wie die Biceps oder Delta-Muskeln, die man die Arme löpfen kann.

00:05:16: Aber verschiedene Muskeln wie z.B.

00:05:18: die Hände.

00:05:20: Oder auch andere Muskeln in den Armen betroffen sind.

00:05:24: Darum kann ich die Hände z.B.

00:05:26: nur die Handgelenke hochziehen und runterlassen, aber nicht die Finger selber bewegen.

00:05:32: Und das heisst Tetrapleger kann sein, dass man die Arme gar nicht bewegen kann, bis man sogar noch einen Teil der Hände bewegen kann.

00:05:43: Darum ist es sehr unterschiedlich, was ein Tetrapleger kann.

00:05:47: Genau.

00:05:47: Also in deinem Fall heisst es aber, dass du eigentlich noch recht viel kannst in Anführungszeichen vergleichen, eben zu Tetraplikern, die dann praktisch nichts mehr können.

00:05:56: Genau.

00:05:56: Ich glaube, der bekannteste ist der Samuel Koch, der wirklich die Arme fast gar nicht brauchen kann.

00:06:03: Genau.

00:06:03: Und da bin ich zum Glück einfach so, dass ich zum Beispiel ein Auto fahren kann.

00:06:08: Das ist wirklich gerade so.

00:06:10: Ich kann gerade Auto fahren, aber viel mehr glemter darf ich nicht sein.

00:06:17: Natürlich ein spezielles Auto.

00:06:21: Du kannst nicht lenken, wie ich an einem Steuerrad lenke.

00:06:26: Genau, ich habe einen Knüppel, den ich mit der rechten Hand drinnen haben kann.

00:06:33: und auf der anderen Hand mache ich Gasgelbremsen.

00:06:38: Und ich fahre direkt hinter dem Steuerrad ohne Sitz und viele andere können ich noch transferieren, aber ich mache mir selber nicht abläupfen, auf einer anderen Sitz über den Zocken.

00:06:50: Also du fährst mit deinem Rollstuhl direkt hinter dem Steuerrad?

00:06:55: Genau,

00:06:55: richtig.

00:06:57: Jetzt heisst es ja aber auch, dass du in deinem Alltag auf viel Hilfe angewiesen bist, oder?

00:07:01: Also, das fängt am Morgen an.

00:07:03: Du kannst nicht selber aus dem Bett und dich anlegen.

00:07:06: Ja, tatsächlich.

00:07:07: Und das ist es auch.

00:07:08: Das ist eigentlich etwas vom Stärksten, wo man merkt, dass man eingeschränkt ist.

00:07:14: Aber am Morgen zum Bett aus braucht man Spitex.

00:07:18: Ja, sehr tolle Spitex, die am Morgen sehr ... auf meine Bedürfnisse geschnitten kommt.

00:07:24: Die kann man um siebne dreimal, viermal eine Woche, zweimal am vierten oder ab sechsten schon, weil ich dann früher arbeiten möchte.

00:07:32: Und am Samstag kann man sich später für wenn ich im Freitime ausgegangen

00:07:37: bin.

00:07:37: Das heisst, wenn Sie nicht wieder kommen, wenn Sie dich einfach wieder vergessen, wärst du quasi im Bett gefangen?

00:07:42: Genau, tatsächlich.

00:07:44: Und um anbauen ins Bett.

00:07:46: Brauche ich auch Hilfe.

00:07:47: Und dazu habe ich einen Sitz.

00:07:50: Zum Teil Assistenzpersonen am Wochenende.

00:07:53: Auf der anderen Seite kann man sie unter den Wochenenden, kann man es spitten.

00:07:58: Normalerweise sind es zwischen halb und viertausend.

00:08:00: Und das ist halt einfach sehr einschränkend, wenn man immer wieder fort ist.

00:08:06: Dann muss man schauen, dass man frühzeitig losfahren muss, dass man zur rechten Zeit nach Hause kommt.

00:08:12: Genau, weil sie nicht gerne noch irgendwie warten kann.

00:08:14: Also irgendwie

00:08:16: mal länger in den Ausgang gehen,

00:08:18: spontan,

00:08:19: das ist fast nicht möglich.

00:08:20: Nein, tatsächlich nicht.

00:08:22: Ausserdem, mit Assistenzpersonen geht es ein bisschen flexibler, genau, dann kann ich auch mal anläuten und sagen, ich gebe, es geht länger oder was immer und dann hat das so angemacht, genau.

00:08:34: Wie ist das mit Pferien?

00:08:35: Also, ich glaube, es müsste schon die Spitägspforschung mit Pferien nehmen.

00:08:38: Das gibt es ganz sicher.

00:08:40: Genau, ja.

00:08:41: Es gibt zum Beispiel Lernende, die zum Lernabschluss sind.

00:08:46: Es ist schon mehr als einmal mitgekommen in die Pferien.

00:08:50: Das ist mega cool.

00:08:51: Genau, wo das nicht so fünf, sieben Tage.

00:08:56: Ich habe sogar eine Assistenzperson gefunden, die eine selbstständige Pflegefachfrau ist.

00:09:02: Und dann macht sie das einfach und hilft mir in diesen Ferien quasi morgenabend genau für die Pflege.

00:09:12: Stelle ich mir aber auch noch, was ist noch schwierig vor dem Sinn?

00:09:15: Du bist auf wildfremde Leute angewiesen, oder?

00:09:18: Das muss ich auch noch recht gut matchen, so menschlich.

00:09:22: Man kommt sich ja schon sehr nahe.

00:09:23: Ich meine, sie machen die ganze Pflege, sie helfen dir beim Anliegen, dich ins Bett zu tun.

00:09:28: Wenn du da jemanden hast, findest du, der oder die passt mir jetzt gar nicht.

00:09:32: Hat es dir das auch schon

00:09:33: gegeben?

00:09:33: Ähm, ich bin sehr offen und ich glaube auch flexibel, sodass das eigentlich sehr selten vorkommt in der Ferie tatsächlich noch nie.

00:09:45: Bei Spitex hat es schon zwei, drei Mal vorgekommen, dass irgendwie ... die Person nicht gestummt, nicht gepasst hat.

00:09:54: Aus verschiedenen Gründen.

00:09:56: Und dann habe ich es mit den Leuten besprochen.

00:09:58: Und in der meisten Fall haben wir das dann eigentlich auch gut gelöset, dass sie das so verstanden, dass sie das nicht so will.

00:10:05: Aber... Ich sage mal, zu neunzig Prozent passt es sehr gut.

00:10:09: Im Moment ist es mit allen eine sehr coole Zeit.

00:10:15: Wir müssen ein bisschen entscheiden.

00:10:17: Man regt sich jeden Morgen auf, dass man Hilfe braucht.

00:10:22: Ja, das wurde für mich fast wie eine Kollegin.

00:10:27: Im Moment sind es ausschließlich Frauen, die über die Gott-und-die-Welt sprechen wollen.

00:10:35: Ich mag sehr mit den Leuten gesprochen, mit dem Leben der Leute teilhaben.

00:10:40: Das wurde für mich sogar spannend.

00:10:43: Und so probiere ich die Zeit gleich positiv.

00:10:49: Ich kann

00:10:50: mir aber auch vorstellen, dass das ein Prozess war und das nicht von Anfang an.

00:10:56: Ich möchte nicht mit dir zurückspulen, Dominic.

00:10:58: Dein Leben hat dich mal ganz anders ausgesehen.

00:11:01: Du warst ein junger Mann, aktiv, sportlich, voll im Leben.

00:11:05: Dann bist du auf Ägypten in die Ferien und bist dort geheitsurfen.

00:11:09: Das war am April, neunten April, seit dem Jahr die Treizeit.

00:11:13: Was für Erinnerungen hast du an den neunten April?

00:11:18: Wie hat der Tag gestartet?

00:11:19: Wie hast du dich gefühlt?

00:11:21: Der hat super gestartet.

00:11:23: Wir waren in einem guten Hotel, von diesem Keitsurfen-Hotspot in Ägypte, in Alguna.

00:11:32: Wir haben den Kollegen, die uns Keitsurfen lernen wollen.

00:11:37: Er hat ein neues Brett aufgetan und wir haben einen Zweck gemacht.

00:11:46: Wir gingen in den Strand und haben unsere ersten Gehversuche gemacht.

00:11:55: Der Schirm war hier und es war ein super Wind, dass es auch gebbig war, um zu lernen.

00:12:04: Jonas hat mir das sehr gut erklärt.

00:12:09: Ich muss für den Schirm beim Keitsurfen steuern.

00:12:16: Ich muss so Achte fahren, damit man gut drehen kann.

00:12:21: Vielleicht müssen wir noch ein kurzes Nischup machen.

00:12:23: Man muss vielleicht noch ein kurzes Keitsurf, weil es sagt nicht jedem etwas.

00:12:27: Wie funktioniert das?

00:12:28: Du stehst auf einem wie ein Surfbrett oder wie ein Snowboard von der grössten Form her, oder?

00:12:36: Genau, so ein relativ kleines Surfbrett.

00:12:40: Und dann tut man sich mit einem Schirm wie einen grossen Lenkdrachen, nicht ganz grossen, grossen V-Schirm oder Gleitschirm, so über das Wasser zu ziehen.

00:12:54: Am Anfang tut man es einfach so etwas leeren, den Schirm zu steuern, dass man dann bei meinem Wasser oder auf dem Wasser weiss, wie drehen und so weiter.

00:13:05: Ich war erst auf einem Leeren, damit sie auch etwas leeren wie sie ist.

00:13:10: Wenn man im Wasser inne ist, muss man sie steuern.

00:13:13: Ich war in so einem Fünfzehntimeter teufel im Wasser.

00:13:18: Und er wurde immer stärker der Wind.

00:13:24: Und er fragte mir sogar noch, ob man es noch macht.

00:13:29: Und ich hatte das Gefühl, dass ich nicht mehr lumpen kann.

00:13:35: Ich sagte mir immer noch, dass alles gut ist.

00:13:37: Und plötzlich habe ich aber gemerkt, meine Arme mögen nicht mehr diesen Schirm zu haben.

00:13:42: Und dann hat man so eine Safety Line, die man zieht.

00:13:46: Und dann soll man mit diesem Schirm mit einem Knüppel steuern.

00:13:52: Und dann muss man den Knüppel loslassen, dass es am Schirm entgegen geht, dass der Druck aus dem Schirm ausgeht.

00:13:58: Und dann sollte sich das Schirm auf dem Wasser ablegen.

00:14:01: Dann haltest du quasi an.

00:14:03: Richtig.

00:14:04: Du beginnst zu schwimmen wahrscheinlich, oder?

00:14:06: Weil das Brett alleine hätte ich auch nicht mehr lang.

00:14:08: Genau, genau.

00:14:09: Und dann ist man eigentlich so, wenn er fertig ist, kann man den Schirm auch zusammen raumen.

00:14:17: Und bei mir hat das eben nicht geklappt.

00:14:20: Der Schirm ist nicht aufs Wasser, sondern hat sich wieder gefüllt mit der Luft.

00:14:25: Und er wollte ich nicht mehr an den Schirm steuern.

00:14:30: Er zog mich unkontrolliert hin.

00:14:32: So sechs, sieben Meter.

00:14:34: Und er unkontrolliert in das Wasser.

00:14:37: Oder in das knappmeterdäufs Wasser.

00:14:41: Aber dercht so, dass ich mit dem Kopf aufgeschlagen bin.

00:14:45: Ich hatte einen Platzwunden.

00:14:48: Und der sechstausendthaus-Wirbel hat es bei diesem Aufprall übereinander geschoben.

00:14:54: Ja.

00:14:54: Und so war ich der Fall aus vom ersten Moment angelehnt.

00:14:58: Und weil ich in diesem Wetter nichts hatte zum Steuern, gefielte der Schirm mit der Luft.

00:15:08: Und so schläft mein Airfascher Kilometer im Strand entlang.

00:15:11: Da sind wir wieder aufbezogen und runtergezogen.

00:15:15: Also nicht

00:15:15: mit dem Wasser, sondern auf dem Boden?

00:15:17: Ja, genau.

00:15:19: Ich glaube, es ist schon so im seichten Wasser, einfach dem Strand entlang.

00:15:24: so knapp Meter däufen Wasser.

00:15:27: Und bist du da bei Bewusstsein?

00:15:28: Hast du das gemerkt?

00:15:29: Oh nein, hilfe ich.

00:15:30: Ja, ich bin da irgendwie in einer Situation, in der wirklich gefährlich ist auch.

00:15:35: Ja, genau.

00:15:35: Das habe ich alles mitbekommen.

00:15:39: Und ja, gewusst, jetzt ist die Bucht fertig.

00:15:43: Und wenn jetzt nicht irgendetwas passiert, bin ich im offenten Meer.

00:15:47: Und da sind zwei andere Geheitsurfer.

00:15:50: Ich habe das alles mitbekommen und die Szenäre in meine Schirme gefahren.

00:15:55: Und ich habe sie vom Hemm-Oben runtergehalten.

00:15:57: Um diese Schirme zu bremsen?

00:15:59: Richtig, genau.

00:16:00: Und ich bin er.

00:16:00: Das ist auch knapp ein Meter tiefes Wasser.

00:16:03: Ich bin in einem Untertauch, den ich gestoppt habe.

00:16:08: Und weil ich meine Arme nicht mehr bewegen konnte, habe ich mich auch nicht bewegt.

00:16:14: Ich hatte das Gefühl, Ich bin gestorben, die Leute, die ich auch retten wollte.

00:16:21: Und Jonas ist hinter mir hergerannt und hat immer wieder gegriffen, ich sei dort, ich sei dort.

00:16:29: Und die Leute, die ich mir nicht bewegt habe, einem gesagt, ja, ich bin gestorben.

00:16:35: Und das hast du auch gehört?

00:16:36: Das habe ich alles gehört, irgendwann, als ich bei mir war.

00:16:42: Und wenn er irgendwann, wenn ich ihn verstanden habe und selber wieder sprechen konnte, habe ich ihm gesagt, nein, ich lebe noch, wenn er weitergegriffen hat.

00:16:54: Und er ist der Tierschein, war mehrere Mal zusammengebrochen.

00:16:59: Und ja, bis er dann bei mir war.

00:17:03: Und dann haben sie mir einfach den Strand gezogen.

00:17:07: Ich weiss nicht genau, wer dort alles dabei war.

00:17:10: An dem Strand, wo ich im Surfen war, ist ein Roman, der auf dem Notfall Arzt zu tun war.

00:17:21: Er ist Schweizer und hat nirgendwo geholfen, mir zu bergen.

00:17:26: Per Zufall, genau an diesem Tag, an diesem Strand.

00:17:29: Genau,

00:17:29: genau.

00:17:30: Ich habe gerade gewusst,

00:17:30: was sie machen.

00:17:31: Richtig.

00:17:32: Oder auch anderen Arzt, der Orthopäat mit seinem Sohn, der eine Rettungssanitäter ist.

00:17:39: Er war ebenfalls an diesem Strand.

00:17:42: Und die haben wir dann alle zusammen mega versorgt.

00:17:45: Sie haben mich auf einen Liegestuhl da.

00:17:48: Und ja, und hat dort ... ... die Ambulanz anvisiert, weil man gemerkt hat, dass es gar nicht gut

00:17:56: war.

00:17:56: Du warst zwar ansprechbar, du hättest dich nicht mehr beatmen, aber nicht gut im Sinne, dass du dich nicht bewegst.

00:18:02: Richtig, genau.

00:18:05: Der Roman hat mir die Oberschenkel geklemmt und fragte, ob ich das spürte.

00:18:10: und an nichts gespürt.

00:18:13: Und dann ist mir die Geschichte von Johnny Ericsson, ein Detrapleigerin von Amerika, der ich in der Filmau gesehen habe.

00:18:24: Sie hatte einen Badeonfall und mir ist sofort an sie gekommen.

00:18:28: Und er war es ganz ähnlich und er wusste, dass sie näher geläumt war.

00:18:34: Dann hast du diese Gedanken, du stehst an diesem Strand und denkst ... Jetzt bin ich vielleicht gelähmt, oder?

00:18:40: Ja,

00:18:40: genau.

00:18:41: Wir glaubten schon, dass es dann sofort bewusst war.

00:18:45: Genau.

00:18:46: Jetzt ist ja aber zwischendrin, wie noch etwas passiert.

00:18:49: Und zwar, wo du mit dem Kopf unter dem Wasser warst.

00:18:53: Du hast beschrieben, wegen diesem Schirm bist du wie angemacht.

00:18:56: Also du warst an diesem Schirm immer noch angemacht.

00:18:58: Und du warst in diesem Wasser mit dem Kopf und kam nicht raus.

00:19:02: Das heisst, du bist eigentlich fast verdrunken.

00:19:04: Oder du hast keine Luft mehr bekommen unter dem Wasser, logischerweise.

00:19:08: Du warst dort, wie weg ein Stück weit, und hast etwas erlebt.

00:19:12: Genau.

00:19:13: Dann ist es erstaunlich ruhig.

00:19:16: Ich muss mich so gut erinnern, dass ich nicht Angst hatte, dass ich zu Hause trinke, sondern bin einfach weg.

00:19:26: Und ich war näher ein kurzer Moment im Hemmung.

00:19:30: Es war einfach so ein Megalicht.

00:19:36: Und ganz interessant, ein halbes Jahr vor meinem Unfall, ist ein Freund von mir gestorben.

00:19:43: Er hat die Suize eingemacht und ich bin ihm begegnet.

00:19:49: Und das war so real.

00:19:53: Peter kam mir wie gegrüfft und ich war auch wie ihm entgegenwollt.

00:19:59: Und das war so schön.

00:20:01: So ein angenehmes, angenehmes Zustand, das ich wirklich hatte.

00:20:06: gerne mit ihm gehen wollen.

00:20:09: Du bist wie alles, was sonst rund um dich umgepasst ist.

00:20:14: Kein Dummfall, dass du hier im Wasser bist, dass du auch nicht am verdrinken bist.

00:20:17: Du warst alles weg, sondern du warst an einem Ort, wo es dir gut ging.

00:20:21: Ich kann das so sagen.

00:20:23: Absolut, ja.

00:20:24: Und in diesem Moment plötzlich reissen mich jemand aus dem Zustand raus, das ich mir quasi gerettet hatte.

00:20:36: Und dann bin ich am Anfang fast wirklich etwas verrückt worden.

00:20:39: Also, ich hätte eigentlich jetzt das Tier gerne weiterfahren wollen.

00:20:45: Und gleich bin ich heute dankbar, dass mich jemand redet und ich glaube auch, dass es so gut ist, dass ich redet geworden bin.

00:20:57: Obwohl das Leben nicht nur einfacher ist, wir hatten auch vorher schon darüber.

00:21:02: Und gleich habe ich mehr schöne Momente als ... Schwierige.

00:21:08: Darum kann ich heute immer sagen, dass es gut ist, dass es so ist.

00:21:12: Obwohl, glaube ich, auch zu sterben nicht schlimm wäre.

00:21:18: Da würde ich dich unbedingt noch näher darauf eingehen.

00:21:20: Aber du warst dann auch körperlich tot, dass man es anweisen konnte.

00:21:26: Da gab es einen Herzstillstand.

00:21:28: Oder ist das mehr einfach das Bewusstsein, das ja wie weg war und in dieser anderen Welt

00:21:35: war?

00:21:35: Ich glaube, das war schon nur mein Bewusstsein.

00:21:39: Die Körper, das wäre zu wenig lang gewesen.

00:21:44: Weil ich auch nicht sagen kann, wie lange es war, ob es dreißig Sekunden war oder ob es zwei Minuten war.

00:21:51: Das kann ich heute nicht sagen.

00:21:53: Genau, das musste man dann gleich schnell und es war so nicht relevant.

00:21:59: Aber es ist so, weil ich gerade kaum bin.

00:22:03: Ich konnte ihn wieder sagen, dass ich den Leuten erzählen konnte.

00:22:09: Ich habe das geliefert und habe ihn auch für mich aufgeschrieben.

00:22:13: So, dass ich es heute möglichst probiere, immer noch so zu erzählen und nicht weiss, was dazudicht oder weglas war, was ihm etwas nicht wäre.

00:22:22: Darum kann ich es immer noch so erzählen, als wäre es gestern passiert.

00:22:27: Ja,

00:22:28: das ist für dich dann auch, wie etwas... Nachher war es wirklich klar, dass es passiert ist.

00:22:34: Man hat das Gefühl, dass ich in einer solchen Extrem-Situation bin, dass ich am Träumen oder nachher mit Medikament und allem anfange zu hallucinieren.

00:22:47: Aber für dich war es wirklich klar, dass es wirklich passiert ist.

00:22:50: Ich war weg, ich war im Himmel.

00:22:51: Ich habe meinen Freund gesehen, der schon gestorben ist.

00:22:54: Genau.

00:22:55: Seine Frau kam mein Ehre auf der Intensivstation.

00:22:59: Und ich wollte das nicht unbedingt erzählen.

00:23:04: Darum weiss ich, dass es so real war, dass ich das ihr unbedingt erzählen wollte.

00:23:11: Für mich ist das nicht unbestritten, dass ich das erlebt habe.

00:23:16: Das ist ganz klar passiert und ich weiss, so muss ich nicht Angst haben vor dem Sterben, weil ich weiss, es wird einfach ... Genial sein.

00:23:25: Also auch das Überein Gehen in die anderen Welt war es für dich nicht etwas Schlimmes.

00:23:29: Es war nicht so ganz natürlich und friedvoll, kann man das so sagen.

00:23:34: Genau, genau.

00:23:35: Wo schon du kannst, eben, es steht sogar in Neumierbibli, dass Sterbe gewinnt ist.

00:23:44: Und lange nicht, irgendwann bis dann hätte ich das nicht so können.

00:23:49: Irgendwie ja noch und auch nicht irgendwie gewusst, wie man das kann.

00:23:53: Ja, warum kann man das eigenes Sterbe gewinnen?

00:23:56: Und ich glaube, dass er da einen ganz kleinen kleinen Blick tun könnte, dass es wirklich näher, einen schönen Zustand wird sein.

00:24:06: Wo man, wo nicht, mindestens nicht muss Angst davor.

00:24:10: Kannst du uns noch... Ich weiss, es war nur ein kurzer Moment, in dem du weg warst.

00:24:16: Du sagst, dass du deinen Freund dort siehst.

00:24:19: Hast du sonst noch etwas gesehen, geschmackt, erlebt, das dir noch ein Bild von diesem Ort gibt, das du jetzt Himmel nennst?

00:24:28: Es war eine Mega-Lichtigkeit.

00:24:30: Es war aber sehr hau, sehr auswehrlich.

00:24:36: So wie eine Friede.

00:24:39: So eine tiefen Friede, die so wie keine Angst mehr oben ist.

00:24:45: Und ich habe das Gefühl, dass ich näher jetzt seit dem Rollstuhl bin.

00:24:50: Ich habe mich zwei, drei Mal, die sehr gefährliche Sachen erlebt.

00:24:53: Medizinisch, die ich auch sehr nach mindestens einem Hirnenfarkt oder genau betranne war.

00:25:07: Ich hatte auch Angst, weil ich sehr stark Schmerzen hatte.

00:25:14: Ich habe hier gar nichts gespürt, obwohl es mir auch wehtun musste.

00:25:21: Aber das war so ein friedenvoller Zustand.

00:25:26: Das ist das, was ich mich noch so erinnere.

00:25:29: Ist

00:25:29: das vergleichbar mit irgendetwas, das hier ist?

00:25:31: auf der Welt schon erlebt hast, dass Frieden noch nie in diesem Ausmass erlebt hat?

00:25:38: Das habe ich noch gar nicht so überlegt.

00:25:40: Aber wenn ich mir so überlege, z.B.

00:25:44: im Roten Meer gehe ich schnorken und dort einfach im Wasser zu leiten.

00:25:49: Und einfach so den Fischen, ich mache mir zu erinnern, dass unter mir durch so einen Rock geschwommen ist.

00:25:56: Und einfach so einen schönen.

00:25:59: Zustand ist einfach schön.

00:26:01: Man kann einfach sein.

00:26:03: Und ja, wenn ich in den Bergen bin, wenn ich einfach so im Schnee schläge und es einfach schön ist.

00:26:13: Und wenn die Sonne dir heult und so, dann wärme ich.

00:26:17: Ich glaube, es ist so ein bisschen ein angenehmer Zustand.

00:26:23: Du hast vorhin gesagt, eigentlich, ja, wer ist eigentlich am liebsten?

00:26:26: dort bleiben und gar nicht zurückkommen.

00:26:28: Jetzt bist du ja gleich zurück.

00:26:31: Und du sagst auch, das Leben ist ja irgendwo gleich auch schön.

00:26:35: Und doch gehen wir noch mal an den Moment, wo du dann realisiert hast, es ist etwas gar nicht gut.

00:26:40: Also, ich habe dann in den Spital geflogen.

00:26:43: Ich glaube ziemlich schnell, bis ich auf die Weile kam, gell?

00:26:45: Ich habe dann operiert und irgendwann nehme ich an, dass ich die Ärzte zu dir kam und sagte, Herr Hirsch, Sie sind tetraplegiker, das du eigentlich ja in diesem ersten Moment schon befürchtet hast.

00:26:58: Was sind da für Gefühle, für Gedanken, durch Ihren Kopf, durch Dein Herz?

00:27:04: Also der erste Moment, in dem ich so realisiert habe, war noch vor der Operation, über den Irrinsen.

00:27:13: Und da ich mir informiert habe, was ich jetzt alles machen werde, waren meine Eltern bei mir.

00:27:19: Und ich habe den Arzt, der mich operiert, so gefragt, wie ich jemals wieder arbeiten kann.

00:27:25: Ich bin Buchhalter, Treuhänder und arbeite im Büro, ob das möglich war.

00:27:31: Und dann sagte ich mir, das wäre nie mehr möglich.

00:27:34: Und ich habe gescheinbar, dass man mich nicht mehr erinnert, aber die Eltern haben dann einfach okay gesagt.

00:27:40: Und meine Mutter ist wirklich dumm, weil sie hat einfach nicht mehr gesehen.

00:27:45: in der Abitzen, nur noch im Bett zu liegen und gar nichts mehr zu können.

00:27:53: Und ja, das war schon eine riesige Schock.

00:27:58: Wo ich zum Glück heute etwas anderes beweisen kann.

00:28:02: Genau, ich kann wieder arbeiten und kann mich erstaunlich viel.

00:28:06: Es ist immer noch möglich.

00:28:09: Das hast

00:28:09: du auch wie noch nicht gewusst, was es möglich sein wird.

00:28:12: Man hat natürlich den Arzt, der ja daraus kommt, sagt jetzt mal, sei es nein, das ist nicht mehr alles möglich.

00:28:18: Dann glaubst du, das ist ein Stück heute schon, oder?

00:28:20: Ja, und das ist... Also, ich würde Ihnen eigentlich gerne heute nochmal treffen und sagen, schau, seid es nächstes Mal ein bisschen vorsichtiger mit den Sättningen, stehlen die Thesen, weil man weiss einfach nicht, was zurückkommt.

00:28:36: In den ersten drei Monaten ist man in einem Spinalen-Schock, wo sich das Rückenmark wieder erholen kann.

00:28:44: In dieser Zeit zeigt sich noch, was man bewegen kann.

00:28:49: Die Leute, die komplett gelähmt sind, kommen an und sind wieder stehend oder laufend ausgegangen.

00:29:00: Das Rückenmark war nicht ganz der Trend.

00:29:03: Das hat sich wieder erholt so weit.

00:29:05: Und ich habe sicher noch in welchen gebliebenen Schäden, aber nicht so, dass sie nicht mehr laufen können.

00:29:11: Und bei mir war es jetzt auch so, dass das Rückenmark von vorne und von hinten sehr viel verletzt ist, dass ich eben komplett gelämmt bin.

00:29:23: Und dass jetzt eigentlich nicht mehr so ist zurückgekommen.

00:29:30: Was ist von Anfang an ... Du sagst ja, du kannst ein Stück weit bewegen.

00:29:33: Ist das am Anfang noch nicht gewesen und hast du das lernen müssen?

00:29:36: Genau, das ist so.

00:29:38: Die ersten sechs bis acht Wochen konnte ich sicher gar nichts bewegen.

00:29:44: Von den Armen, den Hals habe ich noch nicht ... Ich habe die ersten paar Tage nach der Operation noch nicht dürfen bewegen.

00:29:51: Ich musste immer auf dem Block drehen, zusammen mit dem Kopf.

00:29:55: Und das war wirklich so schlimm, dass ich nicht selber essen kann.

00:30:01: Wenn ein Fläugern auf die Nase kam und ihn gekotselt hat, dann konnte ich es nicht selber wegnähen.

00:30:08: Oder wenn ich die Grenzen an die Räne abwischen konnte.

00:30:12: Das ist wirklich ... Das ist wirklich

00:30:13: hilflos.

00:30:14: So schlimm.

00:30:15: Und auch ein guter Freund ist dann ein Bett gekommen.

00:30:19: Er hat mir das näher noch ein paar Mal erzählt.

00:30:22: Ich will das nicht mehr so realisieren.

00:30:24: Aber er hat irgendwie eine Frage gehabt.

00:30:26: Kannst du mir nicht trennen?

00:30:28: Abputzen.

00:30:29: Und das ist ... Ja, das ist ihm.

00:30:32: Und wir haben schlussendlich auch einfach Däufe.

00:30:36: Aber so all diese Sachen konnten nicht.

00:30:39: Was tut er mit mir?

00:30:40: Gerade ein bisschen krass.

00:30:41: Aber weisst du, als ich in diesen dunklen Moment all diese Gedanken gegeben habe, wäre ich doch einfach gestorben.

00:30:49: Also, ich meine, das ist ja wirklich nicht das, was man sich wünscht und wahrscheinlich auch einfach denkt, ich möchte einfach aus diesem Haus, oder?

00:30:58: Absolut, das hat es ein paar Mal gegeben.

00:31:01: Und ich habe euch auch gedacht, nein, komm.

00:31:03: Wieso kann man nicht einfach die Maschine abstellen?

00:31:06: Ich war nicht der Maschine, dass ich überlebt habe, aber ich kann mich nicht einfach machen.

00:31:12: Dass ich nicht mehr leben kann.

00:31:13: Das war auf jeden Fall so.

00:31:15: Ich hatte sehr viel Selbstzweifel.

00:31:17: Ich dachte, wer will ich überhaupt noch mit mir zu tun haben?

00:31:22: Ich werde ab jetzt ein Krupp sein.

00:31:24: Ich werde ab jetzt nicht mehr Sport machen können.

00:31:29: Was hat das Leben noch für einen Wert?

00:31:32: Was habe ich noch für einen Wert genommen?

00:31:34: Und dort habe ich ein sehr eindrückliches Erlebnis gemacht.

00:31:40: Auf der Intensivstation war es dann sehr krass, als ich eine Stimme hörte.

00:31:46: Und ich schrieb das Gott zu, dass mich wie Gott gesagt hat, du bist in meinen Augen immer noch genau gleich viel wert.

00:31:57: Deine Leistung, dein guter Du, all das, das hat bei mir so keinen Wert oder nicht irgendwie eine Relevanz.

00:32:08: Also an dem Wert, an dem ich in dir sehe.

00:32:11: Und ich liebe dich noch genau gleich fest, egal was du hast.

00:32:16: Ich habe mir vorher sehr viel engagiert, ob es jetzt beim Job war, ob es private Unterkollegen war oder ich war eure Kille dabei.

00:32:27: Jugendanlass, einen Nationalen von unseren Kindern, habe ich geholfen und organisiert.

00:32:32: Ich habe mich extrem engagiert und auch das Gefühl gehabt, er geht doch die Freude und er muss stolz sein und bla bla bla.

00:32:41: Und da, wenn ich mich beim Schaffen habe, habe ich immer, wir haben ihn so immer gemessen.

00:32:46: Es waren so vier Teams und dann muss man sich betteln, wer das beste Team ist.

00:32:53: Vor allem finanziell und so.

00:32:55: Und dann habe ich mir geguckt, dass wir dort vorhin waren.

00:32:58: Und ja, dass ...

00:33:00: Ja,

00:33:00: es gibt.

00:33:01: Ob es

00:33:01: brüfflich oder auch im Glauben sogar reagiert.

00:33:04: Genau, und eben so ein recht leistiges Denken.

00:33:08: Und dann habe ich so realisiert, dass die Leistung so nicht relevant ist.

00:33:16: Und das hat mir so tief berührt, wie das Gott mir zugesprochen hat, wie seine Liebe viel weitergeht als Leistung.

00:33:28: Und sie mir eigentlich lenkt, wenn man einfach da ist und er Freude hat an mir, wenn ich mit ihm reden kann.

00:33:38: Ich hatte nicht immer Freude.

00:33:40: Ich hatte auch lange einen R.O.

00:33:43: angeklagt.

00:33:44: Nachdem ich die R.O.

00:33:45: aus Fertigung hatte und eigentlich daheim eine schöne Wohnung hatte, dann war ich in einer Mietwohnung zu Lotzviel.

00:33:53: Und aber dort war es eigentlich sehr gut eingereicht.

00:33:56: Es hat mich so angeschissen.

00:33:59: Und bis ich irgendwie das Gefühl hatte, Er hat dann ein Buch gelesen, der ungezählte Messias, und die hat der Schreiber erzählt, wie er von einem Schicksalsschlag eingegangen hat, wie Gott für das, was passiert ist, vergeben musste.

00:34:15: Und ich musste mir das dann auch noch sagen.

00:34:17: Ich habe schon so viele Seiche gemacht, die Gott nicht so stolz auf mich sind.

00:34:23: Oder auch die Menschen, die mich verletzt haben oder so, die viele Leute mir auch vergeben müssen.

00:34:28: Und vielleicht auch Gott hat mir vergeben müssen.

00:34:31: Warum sollte ich nicht eingehen und Gott mal für einen Fehler vergeben?

00:34:34: ... die ich in meinen Augen habe, dass er das falsch gemacht

00:34:37: hat.

00:34:37: Also, er hätte dich beschützen müssen oder in deinen Augen.

00:34:40: Zum

00:34:40: Beispiel, genau.

00:34:41: Oder zu sich nehmen, oder so immer.

00:34:45: Und jetzt habe ich das Gefühl, dass ich es gehen kann.

00:34:48: Ich versuche, den Tieren zu vergeben.

00:34:52: Und das hat mir einen neuen Zugang zu Gott gegeben.

00:34:55: Und das ist so die Beiderlebnisse.

00:34:58: Einerseits der Zuspruch, dass ich bei ihm Wertgeschätzt und geliebt bin.

00:35:04: Und auf der anderen Seite, dass ich ihm vergeben darf.

00:35:08: Und so auch wieder ... Ja, eine Vergebung stelle ich immer wieder so eine Beziehung her.

00:35:15: Und das war dann auch wieder der Schweinenschritt in die Richtung.

00:35:21: Ich möchte noch mal auf den Zuspruch eingehen, wo du erwähnt hast, dass du Gott das Stimm gehört hast.

00:35:26: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:35:27: Ist das ein akussisches Stimm in diesem Spitalzimmer?

00:35:30: Oder ist das mehr so etwas in den

00:35:36: Gedanken?

00:35:36: Ich habe es jetzt tatsächlich so nicht mehr genau gesagt, ob es ein Stimm war oder einfach Gedanken.

00:35:42: Ich weiss einfach, dass ich wirklich ganz zerstörende Gedanken hatte, selbst zerstörende Gedanken auf der Intensivstation.

00:35:51: Und er kam einfach an mich her.

00:35:53: Ich hatte das Gefühl, dass es an mein Bett geht und mir das so erzählen würde und mir das so sagen würde.

00:36:01: Und das hat wie schon geholfen, damit die selbstzerstörenden Gedanken weg waren, dass sie weniger geworden sind.

00:36:08: Das war etwas schleichendes.

00:36:11: Als es von diesem Tag war, wusste ich, ich war immer noch wertvoll.

00:36:16: Das hat sich dann geholfen.

00:36:20: Ich war immer wieder mal weg, aber ich habe sehr gerne Menschen.

00:36:27: Im Verlauf einer Erstrehe haben wir rund drei Hundert verschiedene Menschen besucht.

00:36:33: Ich hatte enorm viel besucht.

00:36:35: Ich musste ein extra Studel einrichten, damit sich die Leute eingeschrieben haben, wenn sie mich besuchen können.

00:36:43: weil ich manchmal zu viel zu viel mit den anderen hatte.

00:36:46: Und wenn sie sich nicht eingeschrieben hat, habe ich ihnen zum Teil gesagt.

00:36:49: Und sie hat mich gleich besucht und gesagt, dass sie nicht angemeldet hat, ich habe keine Besuchung gefahren.

00:36:55: Genau.

00:36:56: Also du warst sehr gut vermetzt in diesem Fall, sehr beliebt, kann man sagen, oder?

00:37:00: Also die Leute haben dich geschätzt, du würdest ja nicht alle dich besuchen.

00:37:04: Genau, ich muss hoffentlich die meisten

00:37:05: hören.

00:37:07: Und das hat mir schon näher all die ... Ja, auch die Anteilnahme, die Wertschätzung, oder ja, einfach auch, dass näher mit den Angen ausduschen, vielleicht auch mal mit den Angen betten, vielleicht auch mal mit den Angen.

00:37:22: Es ist jetzt so ein Raum für Stil, so ein, wie so ein Kille in das Notwilch, wo für alle Religion offen ist.

00:37:31: Und da sind wir auch immer wieder mal dorthin.

00:37:33: Und das Ganze hat mir irgendwie so gegeben.

00:37:37: Ich glaube, die Leute ... Ich freue mich gleich mit mir unterwegs zu sein.

00:37:44: Ein Beispiel ist zwei meiner besten Freunde, die wir auf der Intensivstation besuchen können.

00:37:51: Sie haben sofort die Tören vor der Intensivstation gesagt, egal wie sie mir an treffen werden, sie werden immer zu mir haben.

00:38:03: Und die haben das bis heute bewiesen.

00:38:06: bis ich jetzt einen mega guten Kontakt habe, viel zusammen unternehmen und so.

00:38:13: Und das ist schon, das ist, ich glaube, ich würde häufig sagen, Hauptsache gesungen.

00:38:20: Ich würde dann wieder sprechen und sagen, Hauptsache gute Beziehungen.

00:38:25: Weil Beziehungen sind so wichtig, gerade wenn es einem nicht gut geht.

00:38:30: Weil auch wenn man krank ist, dort krank, kann man immer noch gute Beziehungen pflegen.

00:38:37: Und dann sind sie vielleicht noch viel wichtiger.

00:38:41: Darum sagen sie für mich und auch für die Leute, dass sie in ihren Beziehungen investieren sollen.

00:38:49: Und gleichzeitig ist es mir recht schwierig vor Beziehungen, dass die, dass du daran bleibst, die Beziehungen weiterbestehen, weil es einen langen Schnauf braucht.

00:38:58: Oder deine Rehabilitation, das ist ja nicht eine Sache von ... Es war ein paar Wochen, aber ich kann schon etwas mit Ihnen nehmen, wie lange es ging, bis du wieder in eine Wohnung begann, wieder anfangen zu arbeiten, in einen Rhythmus zu kommen, außerhalb der Klinik.

00:39:17: Genau, der Strahl ist zehn Monate gegangen.

00:39:20: Ende Januar, vierzehn, bin ich ausgerätet.

00:39:24: Und er war meine Wohnung noch nicht ganz fertig.

00:39:28: Und dann habe ich noch vier Monate bei meinen Eltern gewohnt.

00:39:30: Zum Glück war so bei ihnen eine relativ rollstuhlgängig.

00:39:34: Und das Auto war auch noch eine ganz fertige Umpel, auf das habe ich dann noch ein paar Monate gewartet.

00:39:44: Und ja, das ist sicher, dass er mega schnauf braucht.

00:39:47: Und eben so treue Freunde, ein treues Umfeld, das wir immer haben unterstützt und dabei waren.

00:39:57: Wir hatten noch so viele Sachen.

00:40:00: Ich erinnere mich, dass ich noch nicht ein Auto fahren konnte.

00:40:04: Wir waren in der Szene, in den Ferien.

00:40:07: Und dann mussten wir jedes Mal, wenn wir ins Auto haben, in das Auto übergelüpft.

00:40:11: Und das Sonnen war einfach krampf.

00:40:13: Und gleichzeitig haben sie das einfach alles gemacht.

00:40:16: Das ist für mich unbezahlbar.

00:40:18: Das habe

00:40:18: ich einfach mitgeschlägt.

00:40:19: Es ist mir sehr schön vor, so Leute zu haben, die sagen, hey, los.

00:40:24: Ja, es ist jetzt alles anders, aber du kommst mit.

00:40:27: Wenn sie mich bremsen, dann können sie denken, es ist alles zu kompliziert.

00:40:31: Du musst überall schauen, ist es rollstuhlgängig.

00:40:35: Ja, eigentlich so viele Barrieren in deinem Alltag.

00:40:38: Und wenn Leute sagen, mir helfen dir, diese Barrieren zu überwinden.

00:40:42: Das ist mega schön.

00:40:44: Absolut.

00:40:45: Mit einer Show müssen wir Sachen schauen.

00:40:49: Was macht Sinn?

00:40:51: Was macht Spass beidnend?

00:40:53: Wo bin ich auch fast mehr gequält?

00:40:55: Man sieht zum Beispiel mal ein Lido zu Locarno.

00:40:59: Da habe ich gemerkt, dass es gar keinen Sinn macht.

00:41:02: auf der Wiese auf einer Luftmodratze gelegen, die einfach nichts machen kann, so dass ich auch nicht schwitze zum Beispiel.

00:41:10: Also ich musste immer schauen, dass ich einiger Masse im Schatten bin, dass ich einiger Masse gekühlt bin.

00:41:16: Und die anderen waren das, was sie fanden.

00:41:19: Und das habe ich gemerkt.

00:41:20: Das tut mir gar nicht gut.

00:41:22: Und das haben wir einig gemacht.

00:41:23: Wir haben gesagt, jetzt hören wir das auf.

00:41:26: Und dann machen wir wieder andere Sachen.

00:41:28: Wir gehen immer etwas unternehmen.

00:41:31: Genau.

00:41:31: Und dann haben wir schon verschiedene Sachen näher ausprobiert.

00:41:36: Und zum Teil müssen wir sagen, das macht nicht Sinn.

00:41:38: Und dann haben wir es näher lassen sein.

00:41:40: Was sind denn so Sachen, die dir heute Spass machen, die auch so etwas ... Ähnlich sind wir, aber du bist sehr ein aktiver Typ oder bist gerne in der Natur gewesen, hast gerne Sport gemacht.

00:41:51: Ja, gibt es das noch in deinem Leben?

00:41:53: Genau, ich fahre zum Beispiel Velofahren.

00:41:56: Ich habe so ein Vorspann-Bike, den ich mein Rollstuch hängen kann.

00:42:01: Und das ist zum Beispiel etwas, das wirklich noch recht gut geht.

00:42:07: Um die Fünfzehn Kilometer kann ich mit einem Akku machen.

00:42:11: Und so, das macht mega Spass und Erfahrung so zwischen.

00:42:14: Zwei, zwanzig, fünfzehntig Stundenkilometer.

00:42:16: Das ist eine gewisse Velotour, die man machen kann.

00:42:22: Es darf nicht allzu stotzig aufgehauen und nicht allzu stotzig nicht sein.

00:42:26: Aber das ist zum Beispiel etwas, was ich sehr gerne mache und ja... Also auch

00:42:32: Freunde, die können mit ihnen begleiten.

00:42:34: Absolut.

00:42:35: Absolut.

00:42:35: Oder auch mit einem Göttinbub, mal unterwegs sein, mal eine Velotour machen, das ist... Facts.

00:42:41: wirklich, was ich sagen kann, das ist fast wie früher.

00:42:45: Zum Beispiel Skifahren, das habe ich immer sehr gerne gemacht.

00:42:50: Aber die Tiane, wie zu wenig Funktion, dass sie das selber kommt, dass man Spass macht.

00:43:00: Sie könnten mich einfach führen und ich habe nicht so Bock darauf.

00:43:04: Genau.

00:43:05: Jetzt würde ich gerne mal mit Tia so etwas... in die ganze Auseinandersetzung mit Leben und Tod.

00:43:11: Aber du bist so nahe am Tod vorbeigeschlittert.

00:43:15: Du warst schon im Himmel, bist wieder zurückgekommen.

00:43:19: Du hast vorhin gesagt, du weisst jetzt, wie für dich sterben kannst.

00:43:23: Ist es nicht so schlimm?

00:43:25: Was hat sich sonst verändert durch das Ereignis auf deine Sicht, auf Tod und auch aufs Leben?

00:43:31: Ich glaube, ich bin auch viel dankbarer geworden für sehr viel.

00:43:37: die ich weiterhin habe, die einfach funktionieren.

00:43:43: Es ist auch sehr dankbar, wenn ich für die Familie zum Beispiel ... Ich war auch dankbar, aber das geschätzte ich nie in diesem Ausmaß, wie ich das heute schätze.

00:43:57: Genau, was ich für das Leben, was so viel ... Das bietet Blödsinn.

00:44:07: Wenn man einen anderen, einen nächsten, den Leben an den Teil hat.

00:44:13: Und dass man vielleicht auch von anderen etwas ablässt.

00:44:16: Das ist eigentlich so wertvoll.

00:44:19: Und ich glaube, es kann immer beide Teilen profitieren.

00:44:24: Du bist dankbarer als noch früher als gesunder Dominic.

00:44:29: Ja, das Gefühl, ja.

00:44:31: Vielleicht,

00:44:31: weil du weisst, wie zerbrechlich das Leben

00:44:35: ist.

00:44:35: Ich glaube, ich gehe davon aus, dass das das ist.

00:44:39: Vorher hat immer alles so gut funktioniert und ich musste auch nie Gedanken machen.

00:44:46: Genau, ob ich etwas habe oder nicht.

00:44:48: Ich war auch finanziell zum Beispiel so aufgestellt, dass ich mir alles habe.

00:44:52: ... die ich bis dahin auch immer alles leisten konnte.

00:44:56: Auf Ferien oder eine neue Sportartier, dann hofft man diese Sachen her.

00:45:02: Ich muss nie etwas überlegen und das ist heute schon ganz anders.

00:45:08: Das ist deine Seicht aufs Leben.

00:45:10: und wie hat sich die Sicht auf den Tod verändert?

00:45:12: Bittes Liebes auch schon gesagt.

00:45:13: Da ist keine Angst vor dem Tod.

00:45:16: Ist jetzt auch nicht etwas, das siehst du herbei, dass es schon nicht?

00:45:20: Es gibt manchmal Momente, gerade wenn man die Gesundheit ein bisschen durch das Strich der Berechnung macht und das ist gerade in meinem Fall, oder ja, als Tetrapläger, ist man auch schon ein bisschen näher, bis so, sagen wir mal, die ganzen Blasen, der Armmanagement nicht so funktioniert wie bei quasi Fussgängern.

00:45:44: Es gibt immer wieder Momente, die ich mache, wenn es um den dritten, vierten Mal einen anderen Infekt gibt.

00:45:52: Ich denke manchmal, es könnte jetzt gut sein.

00:45:58: Und nicht, weil ich per se lebensmütig bin, überhaupt nicht.

00:46:03: Aber weil es einfach mega anstrengend ist.

00:46:06: und auch Freunde, die im Rollstuhl sind und z.B.

00:46:10: wieder etwas gebrochen haben.

00:46:13: Und das ist einfach immer der Weg wieder zurück, bis man wieder ganz gesungen ist, bis man im Rollstuhl hat, wie man das sonst gewann.

00:46:26: Das ist einfach extrem anstrengend.

00:46:29: Oder wenn wir zum Beispiel wieder Druck stellen, bis jetzt mehr oder weniger verschont bleiben.

00:46:36: Vor sechs Jahren habe ich knapp sieben Jahre Druck gestellt.

00:46:43: Das geht so lange, bis das wieder ganz gut ist.

00:46:46: Ist

00:46:46: dann wie ein Wund.

00:46:47: Genau,

00:46:47: ein Gesäß war dann.

00:46:49: Und weil wir immer auf dem Gesäß hocken, im Fall vor allstufahrenden ... Ja, dann kannst du einfach nicht auf, dann musst du im Bett liegen, bis die Druckstelle ganz gut ist.

00:47:01: Und wenn du das hast, dann legst du, legst du, legst du und wartest einfach nur, dass das wieder gut kommt.

00:47:08: Und in solchen Momenten denkt man schon, ich mache nicht mehr.

00:47:13: Also, ja, das habe ich schon von vielen Rollstufaren gehört.

00:47:17: Ich habe gesagt, jetzt kann es sich gut sein.

00:47:21: Und was gibt es einem oder dir in solchen Moment dann gleich Kraft, ... zum Weitermachen?

00:47:27: Ich glaube, wenn das Nerv wieder durch ist... ... dann muss ich bei den Künstlern im Vergessen...

00:47:35: Du

00:47:37: hast noch Gabi gehört, oder?

00:47:39: Genau.

00:47:39: Dann denken wir wieder vorwärtsgerichtet, Tommu.

00:47:42: Ich habe das relativ gut... ... dass man auch wieder sagt, hey, guck mal, jetzt wieder hier, macht Spaß und das macht Spaß.

00:47:49: Dann habe ich das Positive gesehen oder das dankbar... ... sein.

00:47:53: Genau.

00:47:55: Genau.

00:47:55: Zum Beispiel, die Arbeit gibt mir auch immer wieder viel.

00:47:58: Wir arbeiten in der Treuhand, die auch so viel mit Menschen zu tun hat, mit denen ich Leute begleite in ihrem Geschäft und so.

00:48:08: Und das sind auch wieder Sachen, die ich mir, wie man das sagen kann, ablenken oder einfach wieder ganz neue Ausrichtungen gibt.

00:48:16: Und das Fakt.

00:48:19: Jetzt meine letzte Frage Dominic, stelle ich immer jedes Mal meinen Gast.

00:48:23: Mein Podcast heisst ja endlich Leben.

00:48:26: Es kann man unterschiedlich töten.

00:48:28: Was heisst für dich endlich Leben?

00:48:31: Ich glaube endlich Leben ist für mich zufrieden, in einer Zufriedenheit zu sein, mit den Umständen, die man im Moment ist.

00:48:41: Ob es jetzt schwierig ist oder nicht, aber wie eine Ruhe zu wissen, ist okay.

00:48:49: Es ist vielleicht, ich sage jetzt mal, Viele sagen, ja, hast du die mit dem abgefunden?

00:48:56: Oder, ja, bist du mit dem versöhnt?

00:48:59: Ich glaube, versöhnt.

00:49:00: Ich habe irgendein Kletter mit Leben, mit all diesen Einschränkungen, aber gleich nahe auch zufrieden zu sein.

00:49:07: Und mit, ja, ich sage jetzt mal gut, wenn man gute Beziehungen pflegen kann und sage jetzt mal meine Beziehung zu Gott, dass das irgendwie okay ist.

00:49:20: Ähm, dann kann ich endlich leben.

00:49:25: Danke vielmals Dominik, dass du uns an die Geschichte und deinem Leben angegeben hast.

00:49:29: Ich wünsche dir alles Gute.

00:49:31: Danke vielmals.

00:49:34: Das ist also die Geschichte des Dominik Hirschi.

00:49:37: Mich hat sie sehr berührt.

00:49:39: Dich auch.

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