Sterbebegleitung in den Slums der Elfenbeinküste – mit Lotti Latrous
Shownotes
«Wenn man nichts mehr machen kann, ist noch viel zu tun.» Dieser Leitsatz motiviert Lotti Latrous seit dem Moment, wo sie erstmals Aidskranke, sterbende Menschen in den Slums der Elfenbeinküste sah. Seit 27 Jahren begleitet sie Mütter, Kinder und Menschen, die wegen Aids verstossen wurden – immer mit dem Ziel, ihnen einen würdevollen Tod zu ermöglichen. Ohne je einen medizinischen Beruf erlernt zu haben, wurde sie zu einer Expertin der Sterbebegleitung und hat mit dem «Centre Espoir» ihr Lebenswerk aufgebaut. Es ist ein Ort der Hoffnung für die Ärmsten, bestehend aus einem Ambulatorium, einem Sterbehospiz und einem Waisenhaus, getragen von über 80 Mitarbeitenden. Was bedeutet es, würdevoll zu sterben? Was zählt am Ende des Lebens wirklich? Und was lernen wir über das Leben, wenn wir dem Tod so nahekommen?
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Zu hören in dieser Folge: Liselotte «Lotti» Latrous (72) wuchs in Regensberg ZH auf. Nach der Hochzeit lebte sie mit ihrem Mann Aziz, der für einen Schweizer Grosskonzern arbeitete, in verschiedenen Ländern – so auch in der Elfenbeinküste. Dort gründete Lotti in den Elendsvierteln von Abidjan das «Centre Espoir»: das «Zentrum der Hoffnung», bestehend aus einem Ambulatorium, einem Sterbehospiz und einem Waisenhaus. 2004 wurde sie zur «Schweizerin des Jahres» gekürt. Lotti und Aziz haben zusammen 3 erwachsene Kinder und 3 Enkelkinder. Heute leben die beiden meist in Genf, mehrmals im Jahr sind sie aber im «Centre Espoir» in Grand-Bassam.
Autorin und Host: Evelyne Gutknecht
Links:
Lotti Latrous war 2016 zu Gast im FENSTER ZUM SONNTAG-Talk. Hier kommst du direkt zur TV-Sendung: https://lifechannel.ch/de/TV/TV-Fenster-zum-Sonntag/Talk-Sendung-verpasst/Lotti-Latrous--Helferin-im-Slum/
Auf der Website der «Stiftung Lotti Latrous» findest du mehr Informationen zu ihrem Lebenswerk: https://lottilatrous.ch/index.php/de/
Über das Leben und Lebenswerk von Lotti Latrous sind mehrere Bücher erschienen. Du kannst sie beim «Wörterseh-Verlag» bestellen: https://www.woerterseh.ch/?s=Lotti+Latrous
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:01: Endlich leben.
00:00:02: Oder auch endlich leben?
00:00:04: Ja, beide sind miteinander zu tun!
00:00:07: Weil wenn wir wissen, dass das Leben endlich
00:00:09: ist,
00:00:09: dann können wir auch endlich leben.
00:00:11: und über den Zusammenhang zwischen Tod und Leben reden wir in diesem Podcast.
00:00:16: Mit den Leuten, die sich mit Tod sterben und
00:00:19: Trauer auskennen
00:00:21: und fragen wie sie mit ihrer Endlichkeit
00:00:23: umgehen.
00:00:26: Ich bin Evelyn Gwecknacht und für diese Folge von Endlich Leben bin ich von Zürich als anderen Ende der Schweiz gefahren.
00:00:33: Auf Genf!
00:00:34: Dort lebt mein Gast, wenn sie nicht gerade in den Elfen bei Küsten ist.
00:00:38: In Afrika ist nämlich eigentlich ihr Herz daheim.
00:00:41: Dort hat sie ihr Lebenswerk aufgebaut – aber zudem dann nachher mehr.
00:00:46: Die Lise lässt Latte aus oder einfach Lotte.
00:00:49: Sie wird gleich drei Jahre alt, ist mit dem Asis verheiratet und hat drei erwachsene Kinder und drei Enkelkinder.
00:00:56: An der Elfenbeige Kiste hat sie unter den Ärmsten Sanken Lesboix aufgebaut – das Zentrum der Hoffnung.
00:01:04: Das beinhaltet u.a.
00:01:05: ein Ambulatorium, ein Sterbehospitz und ein Weisenhaus.
00:01:10: Heute arbeiten über achtzehn Mitarbeiter im Zentrum.
00:01:13: Sie setzen sich dafür ein, dass alle Menschen voll sterben können.
00:01:17: Lotti ist eine Kämpferin.
00:01:19: Wenn sie Ungerechtigkeit sieht, kann er ihn nicht weglucken.
00:01:23: Ich will einfach die Wörter der Menschen retten.
00:01:26: Man kann einen Menschen aufgeben Man kann sagen es ist nichts mehr zu machen.
00:01:29: Medikalisch ist nichts mitzumachen.
00:01:31: Er wird sterben, kannst gerade alles.
00:01:33: Es lohnt sich nicht mehr.
00:01:34: Und das habe ich nie, nie konnte akzeptieren.
00:01:38: Das geht nicht.
00:01:40: Dass ich Lotti Latkos für diese Folge treffen darf freut mich enorm Weil ich auch schon beim Lesen ihrer Autobiografie gemerkt habe, diese Frau hat ganz ein besonderes Bezug zum Sterben und dem Tod.
00:01:53: Von ihr kann ich sicher viel lernen!
00:01:55: Und so war es.
00:01:56: Über Ihres Werkes in der Medien wurde schon viel berichtet und da gibt's immer noch viel Spannung zu erzählen.
00:02:02: In dieser Folge lege ich aber den Fokus ganz bewusst auf Fragen rund um das Sterben, den Tod und das Leben.
00:02:08: Weil Lothia in der letzten siebenundzwanzig Jahre tausende Menschen im Tod begleitet.
00:02:14: Menschen, die wegen Aids verstoßen waren.
00:02:17: V.a.
00:02:17: Mütter und Kinder oder auch sonst schwerkranke Leute.
00:02:21: Sie, die kein Beruf gelernt haben, wurde eine Expertin in der Sterbebegleitung
00:02:26: geworden?
00:02:27: Ich war nie diese Person, die gesagt hat, du bist am Sterben.
00:02:32: Ich habe immer auf diesen Moment gewartet, weil ich bin hundertprozentig überzeugt, dass man es weiss.
00:02:38: Wenn man stirbt, weiss man es.
00:02:40: Man merkt es.
00:02:42: Und dann können wir fragen... Und dann muss jemand da sein, der auf die Frage tut eine Antwort geben und nicht der Leug.
00:02:48: Und so war die Lotte für diese Menschen hier, wenn Fragen kamen oder auch wenn es nichts mehr gegeben hat zum Reden.
00:02:55: Was heisst das?
00:02:55: Würde voll sterben!
00:02:57: Und warum ist der Lotte so wichtig?
00:03:00: Und was zählt am Ende des Lebens?
00:03:03: Das und mehr will ich von ihr wissen, wo wir uns in eurem Die-Heid getroffen haben – und schon mal so viel.
00:03:08: Die Lotte erzählt Geschichten, welche herzzerreißend sind.
00:03:11: Es ist manchmal harte Kost.
00:03:13: Und ich war während des Gesprächs ein paar Mal der Tränen sehr nahe gewesen und auch sie hatte beim Verzellen immer wieder die Träne zuvor.
00:03:21: Aber genau das finde ich so schön, es zeigt dass alle sterbenden Menschen für die Lotte ihnen einfach ein Nummern sind eine von vielen sondern Persönlichkeiten mit einer ganz individuellen Geschichte.
00:03:32: Menschen, die es verdient haben, dass sie geliebt
00:03:35: werden.
00:03:36: Ich habe ganz viel mitmitten aus dieser Begegnung mit Lotti.
00:03:40: Ich hoffe, es geht gleich, wenn du das Gespräch jetzt los ist!
00:03:45: Lotti, es gibt so viele, die ich gerne mit dir darüber reden möchte.
00:03:49: Darum möchte ich eigentlich nicht lange um den heissen Brei sprechen, sondern ziemlich direkt ins Thema gehen.
00:03:55: In deinem Lebenswerk, in deine Arbeit.
00:03:58: Wobei, du nennst es eben nicht gerne Arbeit, gell?
00:04:00: Nein,
00:04:00: nein... Es ist keine Arbeit.
00:04:02: In Dein Werk, in Dein Herzblut wo du gestartet hast vor gut sieben, zwanzig Jahren an den Elfenbeikisten.
00:04:11: Du bist ja zu einer Zeit in die Elvenbeikiste gekommen, wo in Afrika Eids wirklich noch ein Todesurteil war.
00:04:17: Wenn man Eids hatte ist klar gewesen das überlebt man nicht.
00:04:21: Die Menschen dort hatten noch keinen Zugang zu der rettenden Therapie und ... Ja, nimm uns doch ein wenig mit.
00:04:29: Wenn ihr es mir verstanden könnt, wie das für die Menschen hier war, ist so schwer krank zu sein?
00:04:33: Was sind da die Umstände, die du angetroffen hast?
00:04:39: Wie bin ich eigentlich in das alles gekommen?
00:04:42: Das ist, weil mich jemand mitgenommen hat, ins Spital von der Mutter Teresa und das war wirklich ein Sterbespital.
00:04:50: Also wirklich... Dort wurde nur gestorben.
00:04:53: Und dann habe ich sie erst mal... Ich bekam Einblicke, dass auf die AIDS-Patienten wir es müssen gehen.
00:05:03: Dann habe ich dort einen afrikanischen Arzt kennengelernt und er hat mir gesagt, weisst du, das kommt mit mir ins Lämmen.
00:05:09: Denn hier haben doch die Leute wenigstens ein Bett, aber es gibt schlimmer Salzen.
00:05:14: Und dann ging der Simir regelmässig in den Lämpf von Friedi Ganal.
00:05:20: Dort hat immer ein alter Mann uns gewartet, welcher uns umgeführt hat Heute, wie man das nicht anders sagen kann.
00:05:29: Wusste er mir die Leute hatte?
00:05:31: Und dann ... Das erste Mal, als ich ihn ... Ich habe es vielleicht erklären können, dass es das erste Mal war und dann ist es immer noch tausendmal gleich wieder.
00:05:38: Das erste mal, wenn ich in so ein heute reingekommen bin, konnte ich erst einmal nicht gerade rein.
00:05:44: Sondern musste den Kopf richtig bügen, um in diese Türe zu kommen.
00:05:50: Was mich wirklich schockiert hat, war der Gestank.
00:05:54: Entschuldigung!
00:05:54: Der Geruch gewesen.
00:05:56: und die Flüge, die Hitze, die Furchtigkeit.
00:06:00: Aber vor allem bevor ich überhaupt etwas gesehen habe den Geruch.
00:06:05: Und dann ist es immer so dunkel in diesen Hütchen.
00:06:07: Das hat ein kleines Fensterleber, einen Haufen Wöschleine mit Wöschen aufs Behängen-Tisch und einen kleinen Möbchen und Steuern und einfach viele Sachen in diesen Häutchen.
00:06:21: Ein Strom an den Boden und eine junge Frau drauf!
00:06:28: Abgemagert bis auf die Knochen.
00:06:31: In einen Abfallplastik-Sack eingewickelt, weil man ja am Tag ein Fünfzehn bis zwanzig Durchfall hat, wenn man am Ende von der Aidskrankheit ist und neben ihr zuholt.
00:06:44: einfach so eine Kacheln, wie wenn es ein Hundekacheln gewesen wäre, trocknen und verdrochnen dem Reis viele Flüge drauf.
00:06:54: Ein anderes Kachel mit Wasser und das war gerade alles.
00:06:58: Die Frau ist am Boden untergelegen, um zu sterben.
00:07:04: Ich habe mich über die Frau beugt und den Arzt und der Mann, die uns begleitet hat, angeschaut und gesagt, was machen wir jetzt?
00:07:13: Man kann doch nicht so sterben!
00:07:15: Wir dürfen doch nicht
00:07:16: sterben!".
00:07:17: Dann konnte sie aber noch ein bisschen reden.
00:07:19: Ich sagte, du kannst etwas mit mir sprechen.
00:07:21: Sie meinte, ich höre dich ... Wer tut sich um dich kümmern?
00:07:27: Sie meint nie mehr, es sind alle Angst vor
00:07:29: mir.".
00:07:30: Wie es gemeint, am Date ist er so ansteckend.
00:07:32: Total!
00:07:32: Und wenn man miteinander redet oder sich berührt... Total, total
00:07:34: sogar genau.
00:07:35: Nur mit dem Reden arbeiten.
00:07:36: Ja.
00:07:37: Und dann hat mich das einfach so total... Ich konnte ihn nur noch streicheln.
00:07:41: Streicheln?
00:07:42: Ich war wirklich schockiert.
00:07:43: Ich konnte mir das nicht einmal in meinem schlimmsten Traum einfallen lassen, dass es Menschen gibt, die so leben müssen, vegetieren und sterben.
00:07:54: Und da konnte ich ihn nur auch streichlen.
00:07:56: Man könnte sagen, nur brüllen und streichle.
00:07:59: Und dann bin ich wieder raus, der grösste Feigling.
00:08:03: Aber ich habe es nicht vertreten.
00:08:05: Dann habe ich niemals mit den Eltern gearbeitet oder mit jemanden gesprochen... Ich hatte diese Idee gar nicht.
00:08:11: So war ich schockiert.
00:08:13: Und dann mussten wir weiter.
00:08:15: Das Wetter ist immer das Gleichbeil gewesen.
00:08:18: Immer wieder die Sterben in den Leuten geworden.
00:08:21: Abgemagert bis auf die Haut.
00:08:23: Diese Leute waren alle keine Rieskekilome schwer.
00:08:27: Erwachsene meistens Mütterinnen und junge Müttern.
00:08:30: Und dann sagte ich nachher zu meinem Mann, dass er mit mir unten war und zu dem Arzt gesagt hat, wir müssen irgendetwas machen.
00:08:39: Ich kann das nicht ... Das geht nicht, dass die Leute so sterben.
00:08:45: Dann sind wir in Bootschafters.
00:08:48: Von der Gemeinde haben wir Land bekommen.
00:08:51: Dort haben wir Container drauf.
00:08:53: Mein Mann hatte ausrangierte Container.
00:08:56: Wir haben Betten bekommen, auch alte.
00:09:00: Gut ist alles gut gewesen.
00:09:02: Wenn es nur Bette waren mit der Matratze und den schönen, superen Bettwäsche.
00:09:08: Dann bin ich selber immer wieder die Leute suchen.
00:09:11: Ich habe nicht mehr gesagt, dass ich kein Lumpensammler war.
00:09:13: Ich war ein Menschen-Sammler.
00:09:15: Sterbende Menschen?
00:09:16: Bist du
00:09:16: ein Gesammel
00:09:16: aus
00:09:17: dem Lampf?
00:09:18: Genau.
00:09:19: Und Hand ... Man konnte nichts anderes machen.
00:09:23: Jetzt habe ich auch immer ... Wenn man nichts mehr machen kann, ist es noch viel zu tun.
00:09:28: Haben die Menschen in sauberen Betten hier drin?
00:09:33: Mit sauberer Wäsche?
00:09:34: Sie wäschen schon immer angefangen diese Menschen an.
00:09:38: Und dann in den schönen Bettern begleiten und fragen, was kann ich für dich noch machen?
00:09:48: Sie wissen ja, dass sie am Sterben sind.
00:09:49: Man weiss es.
00:09:50: Ein Mensch, der stirbt, weiss das.
00:09:52: Man kann ihm nichts vorliegen!
00:09:54: Und immer, immer die Antwort meiner Kinder.
00:09:57: Grosse Sorge um die Kinder und was
00:09:59: ist wenn sie
00:10:03: sterbt?
00:10:03: Ich habe auch mit... Was ich herausgefunden habe, dass wenn jemand nicht in Frieden ist, kann er sich selber nicht sterben.
00:10:11: Dann habe ich den Frauen versprochen, ich tu mich um deine Kinder kümmern.
00:10:14: Ich kann dir nicht versprechen, dass ich es überleben kann.
00:10:19: Aber ich tue mich um sie kümmeren, was auch immer.
00:10:23: daraus wird und so haben doch die Frauen sterben dürfen.
00:10:28: Und dann, als wir das Sterbehaus ein bisschen geboten haben, kamen Kinder auch da.
00:10:33: Die nahmen wir auf mit einem gleichen Moment mit der Mutter.
00:10:38: Die Kinder hatten natürlich auch AIDS infiziert von der Mutter schon durch Geburt und dann auch durch Stille weil Milch übertragen konnte.
00:10:47: Das war immer so herrlich.
00:10:48: Immer die Mutter, die meine Hand genommen hat auf ihre Brust ihrem Kind.
00:10:53: seine Hand auf ihre Brust, dann ihre Hand auf
00:10:55: unsere
00:10:56: Brust und gesagt, Madame Lotti du musst mir versprechen.
00:11:00: Dass du dich um mein Kind tust kümmern.
00:11:02: Und das habe ich immer können.
00:11:03: Ich konnte versprechen...
00:11:05: Das ist ja dann... Du hast ein Weisenhaus sogar können später aufbauen.
00:11:10: Du hast wirklich deine Versprechen gehalten?
00:11:12: Ja.
00:11:12: Du hattest Kinder von den Sterben
00:11:14: aufgenommen?
00:11:16: Einmal hat er... Es ist unser Mutter.
00:11:19: Ein Mutter kam mit dem Emanuel.
00:11:21: Emmanuelle ist eine meiner Hauptfiguren, die alles angefangen haben mit Emmanuell im Sterbenspital.
00:11:27: Er kam aus dem Gefängnis und Emmanuel ging so total an ihr, dass er einfach immer in Körperkontakt sein musste.
00:11:40: Er hatte immer ein Handel auf ihrem Hahn.
00:11:44: Und dann hat sie aber ganz schlimm riechende ... Wunder hatte.
00:11:51: Obwohl wir es jeden Tag verbunden haben, ist sie einfach vervollen gewesen!
00:11:58: Und dann habe ich gemerkt, dass Emmanuel immer schwächer wird und nicht mehr tut essen.
00:12:03: So eine richtige Depression verfallen.
00:12:05: Ich sagte dem Kinderarzt und er sagte los, du musst ihn wegnehmen.
00:12:10: Sonst tut er sich sterben lassen.
00:12:12: Da ist so ein Symbiose mit seiner Mutter.
00:12:18: Dann sagt er einfach, du hast einen Halt in das Bett.
00:12:21: Nein!
00:12:22: Das habe ich gemacht.
00:12:24: Und dann hat sich Emmanuelle an mich klammert.
00:12:27: Er tut der
00:12:27: Satz-Mutter geworden?
00:12:29: Ja, der Satzo-Muttermutter.
00:12:32: Im Seinemotor ist dann gestorben und Emmanuell durfte weiterleben.
00:12:39: Und danach haben wir zur gleichen Zeit ... Es kam eine Frau mit zwei Kindern total abgemagert, aber sie hatten keine Einzige.
00:12:47: Die ist heute noch bei uns.
00:12:50: Eine von unseren Nunu-Mutteren.
00:12:53: Sie hatte keine Angst, die Einzelkinder in den Darm zu nehmen und hat unter einem grossen Apathemme.
00:12:59: Wir haben da Strommattern angelegt und die Kinder der verstorbene Mütter haben wir alle zusammengelegt.
00:13:07: Die Musketonets sind immer mehr geworden.
00:13:10: Fünf, sieben, zehn, zwölf.
00:13:13: Alle waren immer da und haben bettet.
00:13:16: Ich habe gesagt, das kann doch nicht so weitergehen.
00:13:17: Man könnte die Kinder nicht einfach in einem so grossen
00:13:22: Unterschlupfen oder Zelten ...
00:13:24: Sie müssen ein Bett haben.
00:13:26: Dann haben wir noch mal einen Landstück von der Gemeinde bekommen.
00:13:31: Wir wollten anfangen mit dem Weisenhaus.
00:13:35: Es ist schon angefangen, richtig zu bauen.
00:13:38: In einer Nacht wurde uns alles zerstört und die Leute haben gesagt, weisst du mit deinen Dreckungen, Soul, AIDS, Kind?
00:13:48: Man will nicht, dass du uns noch mehr von ihnen bringst als wir, man will auch nicht, bis du spauest.
00:13:53: Und dann hatten wir keine Walme und sagten, die Höhe zu bauen.
00:13:57: Dann haben wir doch eine Vierzwanzig-Doppelbitter.
00:14:00: können einrichten.
00:14:01: und dann sind alle immer alle voll gewesen.
00:14:03: Fünfzehn Kinder, immer immer voll.
00:14:05: Alles vollweisen?
00:14:06: Mh, alles vollweisen!
00:14:08: Die Väter haben immer Angst gehabt um sich analysieren zu lassen weil natürlich alle Menschen Angst hatten vor AIDS.
00:14:15: Also die Väteren ... für den Vateren ritmen eigentlich fast nie.
00:14:19: Weil sie einfach nicht mehr da waren.
00:14:21: Sie haben das ignoriert, die haben die Familie verlassen und haben sich mit einer anderen Frau eine neue Familie gegründet.
00:14:27: Und Grossmüttern nun Manchmal, eine Grossmutter hat noch möglich kommen und streicheln.
00:14:34: Aber die Kinder sind ja gestorben.
00:14:38: Jetzt schon in diesen paar Sätzen, wo du erzählt hast, dass man so viel von der Liebe für diese Menschen merkt.
00:14:45: Und man merkt aber auch wie viel es um Tod geht in deinen letzten Jahren oder Jahrzehnten.
00:14:53: Sterbe war allgegenwärtig.
00:14:55: Ist eigentlich dein Alltag?
00:14:58: Und das ist auch mit der Grund, warum ich dich ja angefragt habe für dieses Gespräch.
00:15:03: Weil ich glaube du hast so viel gelernt über das Sterbhund oder auch übers Leben und ich möchte mich mega gerne übererfahren.
00:15:12: Vielleicht als erstes.
00:15:14: Du hast gesagt, AIDS war stets mal tödlich.
00:15:17: Du musst ja ganz viele Mal diesen Leuten sagen, dass sie AIDS haben.
00:15:22: Also die Leute haben sich bei euch ... untersuchen, testen und dann müssen die Menschen sagen, sie haben AIDS.
00:15:29: Und sie werden sterben?
00:15:31: Wie sagt man das jemandem?
00:15:32: Du wirst sterben!
00:15:35: Also ganz am Anfang hatten wir eigentlich keine Zeit mehr um den Leuten zu sagen du wirst stirben.
00:15:40: Die sind einfach uns gestorben.
00:15:43: Es ist total drastisch aber es war so.
00:15:48: Nachher konnten wir anfangen, AIDS analysieren.
00:15:51: Wir haben keine Aids noch analysiert.
00:15:55: Wir hatten keinen Medikament, wir hatten kein Abarak, wir hatte kein Labor.
00:16:00: Man konnte nichts analysieren.
00:16:02: Wir sahen einfach ... Wenn ein Mensch bis zu zwanzig Menschen einen Durchfall hat im Tag Fieberhöchst, Höchstfieber Schüttelfrosch nachts und so total abgemagert ist, dann muss man sich gar nicht fragen an was er stirbt.
00:16:16: Weil Krebs war auch noch nie so präsent wie jetzt.
00:16:22: Und nachher haben wir angefangen zu analysieren, wo wir dann einen Apparat übergehen und die Leute mehr sagen mussten, dass sie eins haben.
00:16:29: Dann hatten wir aber schon Medikamente.
00:16:33: Dann konnten wir den Leuten, der Frauen, immer wieder den Frauen, sagen können, du hast eine Krankheit, aber es gibt Medikamenten.
00:16:43: Wenn du diese Medikamente regelmässig durch das Leben einnimmst, wird es keine tödliche Krankheit mehr, sondern es wird eine chronische.
00:16:52: Die anderen Menschen Später haben wir dann begleitet, wo wir richtig angefangen haben.
00:16:59: Das heisst, dass die Leute zu uns gekommen sind und es eigentlich noch gut ging.
00:17:04: Wir hatten aber zum Beispiel andere Krankheiten wie Tuberkulose oder Krebs, die man nicht behandeln konnte, was zu sparen war.
00:17:13: Und diese Menschen mussten natürlich auch begleiten.
00:17:17: Man hat gemerkt, dass sie nicht nur an Aids sterben, sondern vielleicht auch an Tuberkulosen.
00:17:24: Und dort haben wir dann eben den Leuten ... Weisst du, mit dieser Todesbegleitung, als ich es in Afrika gelernt habe.
00:17:33: Das sind immer die Leute, die mir gesagt haben, dass ich am sterben bin?
00:17:38: Ich war nie diese Person, der gesagt hat, du bist am Sterben!
00:17:43: Ich warte immer auf diesen Moment, weil ich bin hundertprozentig überzeugt, dass man weiss ist.
00:17:49: Also in Afrikas jeden Fall und ich glaube auch, dass wenn man stirbt, weiß man es.
00:17:54: Man merkt's.
00:17:55: Und dann können wir fragen.
00:17:57: Dann muss jemand da sein, der auf diese Frage eine Antwort gibt und nicht der Lüge.
00:18:02: Wenn man mich gefragt hat, du weisst ich glaube, dass ich sterbe.
00:18:06: Dann hätte ich sagen können, nein das geht einem schon wieder besser.
00:18:09: Komm jetzt komm!
00:18:10: Das ist nicht so schlimm.
00:18:11: Komm in ein klasse Teil oder irgendetwas.
00:18:14: Die Leute wissen es und die Leute dürfen kein Lüg überkommen.
00:18:19: Wie können sie ihren Tod vorbereiten?
00:18:21: Wenn man ihnen den Tod vorlügt Dann hat mich die Leute immer gefragt, ich glaube, ich bin am Sterben.
00:18:28: Ah, wie merkst du das?
00:18:30: Dummer sagen!
00:18:32: Was sagst du für ein Gefühl?
00:18:34: Dumm etwas erzählen!
00:18:36: Ich habe nicht mehr mit einer Gegenfrage geantwortet und dann haben sie angefangen zu erzählen.
00:18:41: Ja weiss, ich merke das einfach... ...ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr gesund werde.
00:18:46: Ich habe das Gefühle, dass sich sterben kann.
00:18:52: Was willst du denn noch?
00:18:56: Dass du in Frieden sterben kannst.
00:18:58: Du musst noch etwas fertig machen mit deinem Leben und dann sind dir viele Probleme gekommen, ich muss meine Mutter fragen um Verzeihung bitten.
00:19:07: Ich muss noch mal mein Kind sehen.
00:19:09: Bisschen gut gehen und meinen Mann suchen.
00:19:10: Ich musste ihm noch etwas anvertrauen.
00:19:13: Besschen gut, ich will noch einmal aufstehen.
00:19:15: Bissen gut, die Leute können nicht in Friedern sterben wenn es nicht.
00:19:19: alles bekommen haben, die es noch brauchen um den Frieden zu sterben.
00:19:24: Und das hast du?
00:19:25: Alles probiert möglich machen, oder?
00:19:27: Also mit deinem Buchliste, wie du nächtelang
00:19:30: besser
00:19:31: gefressen bist... Das ist so wichtig!
00:19:33: Wie du letzte Wünsche, letzte Willen wirklich gemacht
00:19:35: hast.
00:19:35: Warum sagt man ja der letzte
00:19:36: Wunsch?!
00:19:37: Das ist SO wichtig!
00:19:39: Ich hatte so ein wunderbares Erlebnis mit einer Frau.
00:19:42: Die ist an eines Unterkrebs gestorben und sie hat also wirklich fast niemand mehr können.
00:19:47: Sie ist im Bett gelegen Die hat einen unglaublichen Glauben gehabt.
00:19:52: Und wir haben kein Morphium, also die Leute sind leiden und sie können leiden wie wir das uns überhaupt nicht vorstellen können.
00:20:00: Dann hat sie mir am Sonntagmorgen gesagt ich würde noch mal in den Rollstuhl sitzen... ...und dann habe ich gesagt du, dass es glaube ich nicht so gut ist für dich.
00:20:07: Du hast so einen schwachen Herzschlag.. ..und weisst du, du kannst gerade sterben wenn du in dem Rollstuch... Ich will noch einmal in diesem Rollstühl sitzen!
00:20:17: Okay?
00:20:18: Dann habe ich die Hälfte gerufen und gesagt, wir hören sie ganz langsam.
00:20:22: Und vorsichtig aufnehmen.
00:20:24: Zuerst nach Hause über den Betrand aufnehmen, ganz vorsichtig in Stuhl.
00:20:32: Dann haben wir das fertiggebracht und dann war sie dort und hat so geguckt wie ein Königin.
00:20:37: Wie ein Königein!
00:20:39: Und er sagte Danke vielmals, Madame Lothi, dass sich noch mal handwerfen durften sitzen.
00:20:45: Dann mussten sie wieder zurück, weil der Puls ist dann und das Blutdruck und alles zusammengeklappt wurde.
00:20:52: Dann haben wir gesagt, man müsse sich wieder ablegen.
00:20:55: Und dann ist sie.
00:20:55: drei, vier Stunden später ist sie gestorben.
00:20:58: Der letzte Wunsch, das ist so wichtig!
00:21:01: Und nachher ... Man kann nicht immer die Leute in dem Zustand kommen, wo es nicht mehr reden könnte.
00:21:09: Wo sie im Kuma sind oder wo dann sterben angeht ohne dass uns überhaupt noch Fragen stellen können.
00:21:16: Und dann tun wir halt einfach... Also ich habe immer viel, viel massiert, Füße massiert gestreichelt.
00:21:25: Man hat Musik gelosen miteinander.
00:21:29: Die Präsenz ist wichtig und immer wieder im Berühren.
00:21:36: Einmal hatte ich eine Frau ganz wirklich do-krank.
00:21:39: Do-krang, die hätte aber noch etwas reden können.
00:21:42: Dann bin ich neben dir vorbei und habe über ihre Überkopf gesteichelt.
00:21:46: Dann beginnt sie zu prägen, dann sage ich, Entschuldigung, habe ich dir wehten?
00:21:52: Dann sagt sie nein.
00:21:53: Weisst du mich, hat zehn Jahre lang niemand mehr angelangt.
00:21:56: Und so hat sie geprägt, dann ist sie gestorben.
00:22:00: Es gibt auch Menschen, die nicht wollen, dass wir so nach Aseano kommen, aber das merken wir sofort.
00:22:05: Aber ich frage mich, ob du das ja nicht hast ... Du hast keine Ausbildung gemacht als Sterbewegeleiterin oder Medizinische Ausbildung, sondern du hast es einfach in den Sinn gerührt.
00:22:16: Ja.
00:22:16: Oder du hast dich in das Inneren begonnen und hast Tag für Tag gelernt.
00:22:19: Aber wie hast du denn gemerkt was jetzt wichtig ist?
00:22:22: Was daran ist, was die Sterben da brauchen?
00:22:24: Weil hier ist ja auch ganz viel ...
00:22:27: Also
00:22:27: ich stelle mir vor... Da hat mich eigentlich auch Angst etwas falsch zu machen!
00:22:31: Oder ja, ist
00:22:32: übervorgert?!
00:22:33: Es ist schon am Anfang habe ich Schäure gefilbrült.
00:22:36: wenn ich jemandem ansterben kann habe ich einfach immer wieder mich abbrüllen müssen.
00:22:40: Ich bin am Bett geguckt und habe bräuchelt.
00:22:42: Und dann habe ich gemerkt, dass sich die Menschen, die sterben den Menschen total und verängstigen.
00:22:48: Wieso obrücken sie jetzt?
00:22:50: Und wieso hocken sie mit mir zu und obricken?
00:22:53: Dann habe ich gesagt, das ist überhaupt, es kann gar nicht sein!
00:22:56: Und nachher habe ich mir gesagt wie willst du mal begleitet werden?
00:22:59: Wie willst du einmal sterben?
00:23:02: Weisst du, ich habe so ein ganz grosses Geschenk bekommen, lieber Gott... die Menschen der Nächstenliebe und die Menschenliebe.
00:23:12: Und ich mache keinen Unterschied zwischen mir, oder besser gesagt zwischen den anderen und mir.
00:23:18: Oder zwischen meinen Kindern und anderen Kindern.
00:23:20: Oder ich liebe einfach die Menschen.
00:23:23: Dann habe ich gesagt, das ist der letzte Weg.
00:23:26: Das ist die letzte Reise.
00:23:29: Es ist sicher die wichtigste Reise in deinem ganzen Leben.
00:23:32: Oder vielleicht sogar die schwerste Reis, dass sterben im ganzen Leben.
00:23:37: Wie hätte ich es am liebsten?
00:23:39: Was würde mir dann noch gut tun, streicheln in die Arme nehmen und weiss?
00:23:45: auch Menschen, die an eines sterben können nicht mehr schlafen finden keinen Schlaf mehr.
00:23:52: Und man kann ihnen kein Schlafmittel geben weil das wird sie gerade erlösen oder wäre manchmal schön aber es ist verboten.
00:24:00: und dann habe ich herausgefunden dass du von einem Massagen diese Menschen einfach ein paar Stunden schlafe.
00:24:08: Das hat er ausprobiert und merkt, dass es ...
00:24:11: Ich habe immer schon die Leute abgelangt.
00:24:13: Immer, immer, immer!
00:24:15: Ich war immer ein Däubchen, oder?
00:24:18: Aber ich brauche diesen Kontakt.
00:24:21: Ich bin so einen richtigen Däbchenkontakt wirklich.
00:24:25: Und ich wusste auch, dass diese Leute nicht mehr angelangen worden sind.
00:24:29: Die Menschen wurden nicht mehr gestreichelt.
00:24:32: Diese Leute sind nur noch... Sind nur noch
00:24:35: ausgestoßen.
00:24:36: Genau.
00:24:38: So schnell wie möglich sterben sie, so gut ist es für die Familie.
00:24:43: Sie wurden nicht mehr als Mensch behandelt.
00:24:46: Sie sind nur noch etwas als Seuch behandelt worden und wenn man so überhaupt keine Liebe mehr bekommt – weder Liebe nach Respekt – dann bist du mir wichtig!
00:24:59: Einfach nur, wenn man stürbt und sagt, wie möglich, dann haben wir dich los.
00:25:04: Das gibt es einfach nicht!
00:25:06: Und ich habe den Menschen immer, immer gesagt, du bist mir wichtig.
00:25:10: Manchmal
00:25:10: fragten mich die Menschen, wieso machst du das eigentlich?
00:25:14: Wieso sitzt du da und du hast mich begleitet?
00:25:17: Hättest du doch sicher etwas Schönes zu tun?
00:25:19: Dann habe ich ihm gesagt, nein.
00:25:23: Schön ist vielleicht schon aber nichts Besseres.
00:25:25: Also für dich ist das wirklich
00:25:27: auch... Du bist mir jetzt da.
00:25:28: Das Wichtigste, was ich jetzt will machen ist dich begleiten.
00:25:34: Dass du wenigstens in Liebe sterbst.
00:25:38: Ich bin viel bei den Kindern, z.B.
00:25:40: Clarisse.
00:25:42: Die habe ich in mein Bett genommen.
00:25:45: So wie ich es mit meinen eigenen Kindern gemacht habe.
00:25:49: Ganz eng neben mir gelegen und hat mich festgegeben oder im Manuellen.
00:25:54: Viele andere Kinder müssen fest haben.
00:25:57: Und nachher Clarisse ... was dann überhaupt nicht mehr gegangen ist, wo sie auch angefangen hat zu merken.
00:26:04: Das war die Irbzisterin, sie war dreizehnig.
00:26:06: Sie wollte in den Kielen schlafen.
00:26:10: Dann haben wir da einen Bankhausen gehalten und eine Madraze drin.
00:26:15: Und dann sagt sie, du musst mit mir in der Kille schlaifen.
00:26:19: Und es war so schön.
00:26:20: Da kamen alle andere Kinder.
00:26:21: Die Großen sind alle gekommen.
00:26:23: Da sind wir dort nechtelang oder stundenlang am Boden unten geguckt.
00:26:28: Wir sangen.
00:26:30: Und das Personal ist gekommen, aber es war ein Sohn.
00:26:33: Ihr seid nicht eine schöne Begleitung.
00:26:38: Weisst du so menschlich?
00:26:41: Und wie sie gestorben ist... Dann habe ich ihnen einmal gesagt, weisst du was Gleiches?
00:26:49: Ich weiss warum du nicht willst gehen.
00:26:53: Weil du nicht wolltest gehen!
00:26:55: Du wolltest nicht loslassen.
00:26:57: Aber schau mal jetzt bist du so krank.
00:26:59: Jetzt kannst du nichts mehr essen.
00:27:01: Sie hat das Mulf voller Und der Pilz ist ja auch im Endstadium, oder?
00:27:12: Bis in den Magen bis in die Armus gegangen.
00:27:17: Nur noch alles volle Pilze furchtbar und dann eben der Durchfall.
00:27:21: Ich habe gesagt, guck mal.
00:27:22: du bist so müde!
00:27:23: Und dort oben ist jemand, der auf dich wartet.
00:27:26: Du weisst es ja, ich habe das schon so viele Mal erzählt, dass ich dort oben einfach eine Tür sehe, die offen ist.
00:27:34: Warte, bis du ihm sagst, dass er selbst einmal einen Schutzengel schicken soll.
00:27:39: Ich habe ihn geholt und dann sagte sie aber ich wollte ja nicht gehen!
00:27:44: Ich will doch den Adama... Das war in Adama verliebt.
00:27:46: Also einer
00:27:47: der Jungs?
00:27:48: Ja.
00:27:49: Er hat gerade seine Matura gemacht.
00:27:51: Hat es sich aber nicht geschafft, weil er immer bei ihr war.
00:27:56: Ich will euch nicht verlassen, Mama.
00:27:57: Ich möchte den Adaman nicht verlangen.
00:27:59: Er sagt, weisst du was?
00:28:01: Wir geben dir das weg, dass du darfst
00:28:02: gehen.".
00:28:03: Hey Adama, hey Kind.
00:28:05: Was meinst du?
00:28:06: Darf sie gehen?
00:28:08: Dann haben sie alles so komisch angeschaut und ich habe mit dem Kopf gelegt und gesagt Ja, ja Clarisse.
00:28:13: Ja Mama, sie darf gehen.
00:28:15: Clarisse, du darfst gehen!
00:28:17: Wir geben dir die Erlaubnis zum Gehen.
00:28:21: Und dann war es irgendwie eine Lösung.
00:28:24: Sie ist gekommen.
00:28:26: Ist sie gefallen?
00:28:28: Und ist einfach nur noch so da gelegen.
00:28:31: Wir haben massiert und dann gesungen Und ich habe zu ihr nicht mehr gesagt, dass Montpapillon mein Sommerfogel war.
00:28:39: Und jemand sagte, los, Montpappillon, darfst du fliegen?
00:28:42: Darfst du vollfliegen?
00:28:44: Wir geben dir die Erlaubnis zum Fliegen!
00:28:46: Und dann ist sie so angelegt und auf das Mal hat sie ... Es war aber wirklich ein Wunder.
00:28:52: Ihre Arme so ... Sie konnte sich nicht bewegen.
00:28:55: Sie konnte es sich nicht überwägen.
00:28:57: Und hat die Arme in der Luft gelaufen wie eine Flügel.
00:29:05: Wow.
00:29:07: Ja, das geht dir immer noch näher.
00:29:09: Ich finde es auch so schön, wenn du erzählst, dass man merkt, es sind ja Tausende Menschen, die du über alle Jahre begleitet hast aber es sind nicht Nummern für dich.
00:29:19: Wenn es wirklich jedes einzelne ist eine Persönlichkeit und ein Geschicht, wo man merken will, dass du alles
00:29:29: drehst.
00:29:32: Und v.a.
00:29:32: weisst Kinder oder?
00:29:33: V.a.
00:29:33: Jugendliche Weil kleine Kinder, wenn ich so sagen darf, sterben einfacher.
00:29:40: Kleine Kinder haben noch nicht das, was wir im Sinn haben.
00:29:44: Was hätte ich jetzt noch machen wollen aus meinem Leben?
00:29:47: Was vermisse ich jetzt, wenn es stirbt ... Ich konnte ja nicht mehr reisen können.
00:29:52: Mir vermissen Sachen, also meinen wir ... Kinder nicht!
00:29:56: Kleinere Kinder nicht.
00:29:57: Die haben noch nie diese Idee.
00:29:59: Aber natürlich die Jugendlichen auch.
00:30:01: Die haben total viel Hoffnungsdreum und Pläne, dann wird das alles zerstört.
00:30:09: Und darum ist es so wichtig, dass man noch einmal mit den Tieren mit der Gleis imittiert hat gesagt, weiss du was ich will als Meer?
00:30:15: Bevor er nicht so schlecht ging, war ich noch nie als Meer.
00:30:19: Okay, gehen wir als Meer!
00:30:20: Ich habe drei oder vier Jugendliche mitgenommen, den Fahrer ... Dann sind wir als Mehr.
00:30:25: Ich habe nicht immer gesagt, ich gehe jetzt einfach packen und bin als Meer mit ihnen.
00:30:30: Es war so schön, dann hat es sich angefangen zu regnen.
00:30:33: Dann haben wir geguckt und am Strand geschaut.
00:30:39: Ich habe gesagt, ich bin so glücklich eigentlich jetzt, dass ich gar nicht sterben kann.
00:30:44: Dann sagt sie ja auch ich.
00:30:45: Jetzt gehen wir zum ersten Mal auf die Bombe, bevor wir sterben.
00:30:50: Und für mich war das der Moment, in dem ich immer sagte, der Liebkot hätte prägen können.
00:30:55: Daraus regnet man.
00:30:56: Das ist ganz, ganz am Feinen.
00:30:57: So ein Rieselung.
00:30:59: Und ich habe gesagt, dass beim Freudendrehen mal Ausnahmsweise, hat der Liebkot Freuden drenen.
00:31:06: Briegt ohne uns das Glück gesehen.
00:31:11: und dann haben wir noch ... Es war so eine Strange in der Nähe des Restaurants.
00:31:16: Die Großen holten Pumphrit, also Alloku.
00:31:19: Das sind die afrikanischen Pumhrrit.
00:31:21: Und nachher habe ich gesagt, man müsse den Köpen wieder gehen, weil es weiss nicht mehr im Zentrum, wo wir sind.
00:31:29: Und dann sind wir wieder gekommen und es war einfach eine Panik.
00:31:32: Adam Lutti hat wieder mal einen Furtz und ist wieder mal ab mit dem Kind.
00:31:35: Aber weisst du, das sind so selige Momente.
00:31:39: Das sind so ... Du kannst fast nicht erzählen!
00:31:42: Du kannst noch einmal erlauben.
00:31:42: Ja ganz
00:31:43: tief.
00:31:44: Und das war immer das.
00:31:45: Wie habe ich das gelernt?
00:31:48: Das wurde mir gegeben.
00:31:49: Da bin ich ganz wundertprozentig sicher.
00:31:52: Und nachher habe ich den Frieden der Menschen gesehen, die dürfen oder müssen sterben.
00:32:01: Die seligen Momente, wie man mit der Klaristit am Strand hatte und wie sie es hatten, haben wir in den Kilen, wo sie immer das Gleiche lehrten.
00:32:11: Sie hat immer das gleiche gelehrt – you raise me up!
00:32:14: Das war ihr Lieblingslieb.
00:32:16: Kinder haben das sogar auswendig gelernt auf Englisch, die konnten singen.
00:32:19: Das sind selige Momente.
00:32:22: Und das ist ein Geschenk, das ich von Gott
00:32:25: bekommen habe.
00:32:26: Du hast schon mal gesagt, in einem Interview oder vielleicht auch im Buch geschrieben, deine Lebensaufgabe ist es der Würde von den Menschen zu bewahren und zurückgeben.
00:32:35: Wenn sie zum Thema würdevoll sterben gehen, weisst du was ist da besonders wichtig, dass ein Mensch in Würde sterben kann?
00:32:43: Natürlich wenn du Menschen auflesst, die in einem Plastik-Sack gebunden sind, weil es kein Geld hat um Windel kaufen.
00:32:53: Ein Zwanzig-Durchfall in einem Plastiksack.
00:32:57: Nichts zu essen, nicht mehr zu kommen.
00:32:59: Nicht mehr nur noch Flügen, die sich um sich kümmern.
00:33:03: Das ist einfach traurig!
00:33:06: Entschuldigung, das war kurz eine Traurung.
00:33:09: Darf man nicht akzeptieren?
00:33:11: Und dort hat es eigentlich angefangen und seitdem habe ich immer gesagt... Ich wollte einfach die Wörter der Menschen retten.
00:33:20: Die Wörtern der Menschen.
00:33:22: Man kann einen Menschen aufgeben Man kann sagen, es ist nichts mehr zu machen.
00:33:25: Medikalisch ist nichts mitzumachen.
00:33:27: Er wird sterben.
00:33:29: Es lohnt sich nicht mehr und das konnte ich nie akzeptieren.
00:33:33: Das geht nicht mehr.
00:33:36: Und das war immer so wichtig.
00:33:38: Ich weiss noch, bei der Schwester Theresa hat ein Senegalese im Buch gelegen.
00:33:44: Der hatte Eizka und tuberkulose.
00:33:47: Dann sagte er mir, dass ich keine Medikamente für meine Tuberkulosen habe.
00:33:52: Und man hat mir doch den Kopf voll dröhnt, ich muss einen Medikament nehmen für meine Tuberkolosen.
00:33:58: Dann bin ich zu der Schwester und habe gesagt, wieso hätte er keine Medikamente mehr für seine Tuberkolesen?
00:34:03: Das lohnt sich nicht mehr!
00:34:04: Er ist am sterben.
00:34:06: Was heisst das lohnt es sich
00:34:07: nichtmehr?!
00:34:08: Er will diese Medikamente und das ist ihm sein Recht... Da habe ich mein Auto genommen und bin als tuberkulose Zentrum gefahren.
00:34:16: Und wollte ihm seine Medikamente mit der Karte, sie haben so eine Karte.
00:34:19: Und dann sagte er, ich brauche die Karte Medikamenten.
00:34:21: Dann sagte er mir auch, der Patient muss selber kommen.
00:34:24: Wie bitte?
00:34:25: Der Patient ist am Sterben, kann nicht selbst kommen!
00:34:29: Wir geben ihnen das nicht.
00:34:30: Dann sagte sie, weisst du was ich hocke hier bleibe?
00:34:31: Ich bleib da hocken.
00:34:32: Die ganze Nacht.
00:34:33: Das könnte man nicht rausgehen.
00:34:35: Ich bleibe die ganze Nacht hier hocken bis ich diese Medikamente bekomme.
00:34:38: Sie sehen ja dass die Karten alles in Ordnung sind Und dann bin ich über fünf, sechs oder sieben Stunden in den Cockt.
00:34:43: Dann gab es mir gleich wieder zurück und sagte, um Ismael hat der Glaube geheissen ... Ismaela!
00:34:50: Ich habe deine Medikamente.
00:34:52: Ich habe deinen tuberkolosen Medikament aus dem Nachtisch legen lassen.
00:34:56: Nein, nein, sagt er.
00:34:57: Gehen wir uns in die Hand?
00:34:59: Dann habe ich dir in die Hände.
00:35:01: Da ist das Nacht gestorben.
00:35:03: Mit der Medikamante in der Hand?
00:35:04: Mit der medikamant in der Hande.
00:35:05: Passt
00:35:08: ihm die Würde zurückkehren.
00:35:11: Das ist das Wichtigste.
00:35:13: Wow!
00:35:16: Lotte, was würdest du sagen, was passiert beim Sterben?
00:35:19: Du hast es so vielmals beobachtet... Erlebt.
00:35:23: Es kommt ganz offen wie, dass du stirbst.
00:35:25: Ich sage immer wenn du in Frieden mit dir selber bist dann stirbst du in frieden.
00:35:31: ich habe so viele Leute gesehen lächeln die gestorben sind und auch wie sie begleitet werden natürlich.
00:35:41: Liebe um einen Moment ist, wenn nur noch ... Man hat immer viel gebeten.
00:35:46: Immer viel gesungen.
00:35:48: Immer viele Geschichte vorgelesen oder aus der Bibel gelesen, wenn es erwünscht wurde.
00:35:55: Die einen schlafen einfach ein und sterben.
00:35:59: Die anderen haben schon einen Kampf.
00:36:02: Darum sagt man auch, wie sagt man einen Todeskampf?
00:36:06: Das kann sein, dass dann sterben viel länger.
00:36:09: Das ist vielleicht einfach ... Wenn es lang wird und dort kämpft, dann kommt die bestimmte Atmung nachher.
00:36:19: Das Abneu sagt mir immer kürzer oder länger wird.
00:36:25: Wir merken am Schnufen an, wie lange das noch geht und wie sehr lange man manchmal gehen kann.
00:36:34: Ich kann dir nicht sagen, was im Kopf von einem Menschen vorgeht, wenn er stirbt.
00:36:39: Nicht
00:36:39: im Kopf, sondern so ... Ich habe schon von Leuten gehört hier vor dem Mikrofon und mir gesagt, es ist wie so etwas fast so ein heiligen Moment.
00:36:50: So ein Übergang
00:36:52: in einer Welt.
00:36:53: oder weisst du wie du das
00:36:54: beobachtet
00:36:55: hast?
00:36:56: Aber das kommt darauf an wie jeder Mensch gelebt hat.
00:37:00: Ob der Mensch in Frieden kann übergehen, kann er gehen... ...oder vielleicht noch viele Sachen, die er nicht mit uns reinen konnte.
00:37:09: Und dann hat er aber einen schmerzlichen Tod.
00:37:11: Dann bin ich ganz hundertprozentig sicher!
00:37:14: Und darum sage ich mir immer, du kannst gut sterben wenn du gut gelebt hast.
00:37:18: Wenn du in Israel kommst mit dir vor dem Sterben, tue einmal alle zusammen alle Leute, die böse sind mit den ganzen Mal um Entschuldigung zu fragen oder zu verzeihen.
00:37:31: Tue einmal zu verzenen.
00:37:33: Fangen wir mal an zu verziehen.
00:37:35: Tua einmal einfach in Frieden, dass du in dir selber rein ... Du weisst ja, dass du einmal sterbst.
00:37:43: Man weiss es ja!
00:37:45: Ich persönlich habe überhaupt keine Angst vor dem Tod.
00:37:48: Ich weiß was ich für ein Leben gelebt habe und was ich gemacht habe.
00:37:53: Ich weiss auch, dass sich Sachen gemacht haben, die nicht so schön waren.
00:37:57: Wenn man wirklich friedlich und mit einem Lächeln auf den Gesicht sterben will, muss man gut begleitet werden um das Gute gelebt zu haben.
00:38:07: Sonst gibt's halt etwas schwierigeren Todes.
00:38:09: Man muss mehr parat sein, um reflektieren und anzuschauen.
00:38:13: Sicher?
00:38:14: Ja sicher!
00:38:15: Das ist auch noch etwas... Und weisst du das ist aber etwas anderes.
00:38:17: Ich habe nie Sterbebegleitung in der Schweiz oder Europa gemacht.
00:38:22: Immer nur in Afrika.
00:38:23: In Afrika sind alle Leute sehr, sehr gläubig.
00:38:27: Die sind so furchtbar arm.
00:38:29: Furchtbare Tüpfelsarm.
00:38:31: Dass überhaupt keine anderen Sendenkawalle als Gläubige waren.
00:38:35: Zuerst habe ich immer gesagt es ist Fatalismus Das ist der Glauben.
00:38:40: Die haben ja nichts anderes, sie haben nichts anderes was sie sich daran festhaben können.
00:38:45: und sie sagen auch immer du bist geüffnet.
00:38:48: Alles was Gott macht ist gut.
00:38:50: also haben Sie schon mal den Glaubens riesengroß stark glauben das auch wenn es sterben müssen.
00:38:57: dass es Gottes Wille ist und die Leute sterben hat einfach einfacher.
00:39:03: ich bin ein glaubiger Mensch.
00:39:05: Ich habe wahnsinnig viel Kraft bekommen von Gott, damit ich alle diese Sterbenbegleitung machen konnte.
00:39:11: Anders hätte es vielleicht gar nicht verkraften können.
00:39:13: Zumal das leid, oder?
00:39:15: All das leidet mit der Liebe.
00:39:16: Genau und am Anfang hatte ich den Glaube ja auch nicht.
00:39:19: Und dann kam er aber.
00:39:20: Ich habe gemerkt, dass ich etwas brauche, was mir Kraft gibt.
00:39:23: Ich brauche etwas, das mir Licht gibt!
00:39:26: Ich brauch etwas, die mir Leichte gibt!
00:39:28: Weisst du, wo wir Freude gibt auch,
00:39:30: oder?!
00:39:30: Nebenzu, dass sich das tägliche Sterbenkampf verkraftet... Und so habe ich gut kennengelernt in meinem Leben.
00:39:38: Für mich ist es einfach der Anfang des Handys.
00:39:43: Du wirst sagen, du glaubst auch zentral ... Also einerseits, weil man etwas hat, um sich daran zu heben, aber es ist auch der Glaube, dass das Leben nicht vorbei ist nach dem
00:39:55: Tod?
00:39:55: Sicher!
00:39:56: Natürlich eben darum sage ich.
00:39:58: Das Anfang vom Ende.
00:40:00: Es ist am Ende des Lebens, aber das Leben ist noch nicht fertig.
00:40:03: Es geht weiter...
00:40:05: Wie stellst du dir vor nach dem Tod?
00:40:08: Ich stelle mir eine Ewigkeit vor, die unsere Seelen hierher kommen und wir Frieden haben.
00:40:18: Wo Frieden ist.
00:40:19: Frieden im Himmel ist Friede nicht so wie auf dieser verrückten Welt wo alles anfängt zu kriegen und sich umbringt nur noch Wut und Hass und furchtbar in Frieden.
00:40:30: Im Himmel sind Friede.
00:40:32: Und weisst du wenn man bei uns verstirbt macht man Fenster rauf Die Klimaanlageabstellungen machen die Fenster auf.
00:40:38: Das Ziel kann auserfrügen, das Zielfrieden überkommt.
00:40:43: Du hast vor einigen Tagen gesprochen, du hast noch nie sterbe Begleitung in Europa gemacht, immer in Afrika?
00:40:49: Als Gefühl ist es sehr anders oder...
00:40:52: Ich weiss es nicht!
00:40:54: Was ich persönlich würde machen, ich würde es genau gleich machen wie in Afrikan.
00:40:59: Das heisst viel massieren, viel Musik, viel betten und viel singen Reden mit den Leuten, wenn es geht.
00:41:07: Aber hier ist die Familie ja da!
00:41:10: Unsere Sterbenen sind natürlich total alle Verlabelter der Familie.
00:41:16: Die Familie ist einfach nie mehr um.
00:41:18: Sie können dann kochrelen und kochreien, wenn der Mensch dort ist.
00:41:22: Aber sie waren ja total verliebt.
00:41:24: Und ich glaube nicht, dass in der Schweiz vielleicht ganz alte Menschen, wenn sie niemand mehr haben ... Ja doch, dann würde ich auch go streicheln und go streichele.
00:41:33: Und einfach in die Arme nähen und massieren und ... Einfach go lieben!
00:41:42: So schön wie man sieht bei dir so strahlen kommt, wenn du das erzählst?
00:41:46: Das ist wirklich deine Leidenschaft
00:41:48: oder was?
00:41:49: Die Liebe ist einfach das grösste Geschenk, wo wir hoffentlich die meisten Menschen überkommen und ausgehen können.
00:41:57: Und es kostet ja nichts, oder?
00:42:00: Man kann die Liebe einfach verschenken.
00:42:01: Ich habe zum Beispiel auch keine Angst vor den Leuten, wenn ich manchmal Leute sehe, in denen es rot war und wechselt, weil sie schwarz sind oder zweier, aber auf dem anderen ... Die arme Leute haben Angst?
00:42:13: Warum haben diese Angst?
00:42:15: Sind Menschen wie ihr und mir?
00:42:17: Gottes Kinder haben keine Angst?
00:42:19: Können du auf die Leute suchen?
00:42:20: Und die Leute merken das, ob du Angst hast vorne noch nicht.
00:42:23: Total!
00:42:24: Und da ist ja überhaupt kein Angst.
00:42:26: dich in Situationen zu begeben, die ungemütlich sind.
00:42:29: Bei Sterbenden zu sein.
00:42:33: Du hast mal gesagt ... Ich habe von dir gelesen, Menschen beim Sterben begleiten ist nicht ein Müsse.
00:42:40: Es ist ein Dörferl!
00:42:41: Was findest du daran?
00:42:43: Oder du hast mir vor, als wir nach Hause gefahren waren, gesagt, es war wie eine Sucht bei dir oder so das ... Der Bein sein, wenn ein Mensch geht bis zum letzten.
00:42:52: Du bist zu Nacht aufgestanden um bei den Leuten ja niemanden alleine zu lassen.
00:42:56: Wegen dieser Würde.
00:42:58: Weg dieser Würden.
00:43:00: Nicht anders, nur diese Würde!
00:43:03: Ich hätte nicht... ich hätte mir nicht vorstellen, dass mein Mann allein sterben würde in einem Plastiksack oder als von meinen Kindern alleine in einen Ecken reinnehmen.
00:43:12: Ich hätte mir das nicht vorstellen.
00:43:14: Und da habe ich die Fähigkeit Lagrasse.
00:43:19: und ja Französisch sagt mir Lagras, ich weiss jetzt nicht mehr auf Deutsch gesagt.
00:43:23: Dass überkommen von Gott die Fähigkeit, Menschen zu lieben, dann wollte ich auch das ihnen gutgehen, dass am vorallem im letzten Moment in ihrem Leben das dürfen Würdige sterben.
00:43:39: Und die grösste Würde, die man retten tut ist mit der Liebe.
00:43:46: Am einen sauberen Ort, einem schönen Ort, immer einen schönen Hemp in einem schönen, gut riechenden Bett.
00:43:54: Aber mit Liebe umgeben.
00:43:56: Mit Arme und Anfassen, massieren, streicheln ... Ich wollte nicht wissen wer der Mensch ist.
00:44:06: Woher kommst du?
00:44:07: Kommst aus dem Gefängnis?
00:44:08: viele Menschen zu Hause, die aus dem Fängnis sterben können.
00:44:12: Was hast du gemacht im Leben?
00:44:13: Bist ein Krimineller oder Verbrecher?
00:44:15: Das wollte ich gar nicht wissen!
00:44:18: Es geht mich nichts an.
00:44:19: Das ist nicht meine Arbeit.
00:44:21: Der hat sicher schon einmal einen Straf bekommen für das alles zusammen.
00:44:25: Der Rest ist nicht meine Arbeit!
00:44:27: Ich bin nur noch hier zum Begleiten, dass er würde sterben dürfen.
00:44:32: Und zum Lieben?
00:44:33: Genau!
00:44:34: Die Liebe ist die Wurde,
00:44:35: oder?!
00:44:36: Was wünschst du dir mal für dein Sterben?
00:44:40: Das, was du allen gegeben hast – diese Liebe...
00:44:43: Ein Sterben macht mir überhaupt keine Angst, oder?
00:44:47: Ich weiss nicht, wie ich das sagen darf.
00:44:51: Ich will zum Beispiel auch nicht in die Reanimation kommen und nicht intubiert werden.
00:44:57: Ich wollte die Frieden sterben.
00:44:59: Hast du
00:45:01: einen Patientenverfügung?
00:45:03: Genau!
00:45:03: Hatte mir gewusst eine Patienteverfügigung.
00:45:06: Läumt mich in Frieden stirben.
00:45:09: Ob es jetzt zu Hause ist oder ob es jetzt immer spital ist wenn's muss sein... Nicht unbedingt aber manchmal ist einfach nicht anders möglich.
00:45:17: Tönt mich nicht, tönt nicht noch.
00:45:23: Nein, lass mich gehen!
00:45:25: Und im Busy von deinen Liebsten?
00:45:27: Oder allein oder...?
00:45:29: Das kommt auf meine Liebstät von Farbs als Vertragend.
00:45:32: Manchmal habe ich auch Kinder zum Beispiel begleitet, die die Eltern nicht vertreten haben... ...zubegleiten.
00:45:39: Dann hat sie gesagt zu mir, du kannst das bis so gut machen für mich.
00:45:42: Ich kann das nicht.
00:45:43: Eine Mutter sagte, dass ich es mag und ich habe nichts.
00:45:49: Ich weiss, dass ich ... Meine Sarah ist bei mir, wenn ich sterbe.
00:45:53: Wenn sie von der Distanz her kommen kann, weil sie keine Angst hat vor dem und genau weiß, wie ich am liebsten sterbe würde.
00:46:02: Der Assister wird sicher dabei sein.
00:46:04: Er wird sicher sehr tuurig sein aber ... Das Leben!
00:46:09: Der Tod gehört zum Leben.
00:46:11: Der Tod geht zum Leben?
00:46:12: Einer meiner Jugendlichen fragte mich mal, was ist mit AIDS?
00:46:17: Ich darf niemandem sagen.
00:46:21: Die Freunde dürfen es nicht wissen, die Schulkollegen dürfen es auch nicht wissen oder sie werden es gerade vorgeworfen.
00:46:30: Wieso bin ich eigentlich auf die Welt gekommen?
00:46:32: Dann habe ich gesagt zu dir für alle Menschen du bist auf die Welco zum Sterben.
00:46:36: Du musst nur etwas Gutes zwischen denen machen.
00:46:38: das gut kann sterben.
00:46:40: Es kommt auf dich drauf an.
00:46:42: Also für dich ist das wie ... Immer schon klar war, der Tod gehört zum Leben dazu.
00:46:46: oder hast du in Afrika gelernt?
00:46:48: Weisst du die Akzeptanz?
00:46:50: Ja.
00:46:50: Wie ich weiss, man muss sich ja früher nie miteinander aussetzen.
00:46:53: Man ist ja jung und glaubt nicht unbedingt an Gott.
00:46:57: Was hab' ich gehört von Gott vom Konfirmationsunterricht?
00:47:00: und nachher sind wir wieder gegangen und braucht ja Gott nicht in Europa.
00:47:04: Man glaubt ja gar nicht mehr an Gott!
00:47:06: Und ich glaube dass wenn ein gläubiger Mensch kommt vielmehr Kraft über Kraft zum Akzeptieren und viel mehr Kraft um Verzeihung zu bitten.
00:47:20: Ich habe Menschen gesehen, die einen Kriminellen ihres Kindes umgebracht haben oder ihrem Mann oder ihrer Frau haben können verzeihen.
00:47:30: Und das sind alles ganz schwergabige Menschen.
00:47:35: Du bist laut dich selbst vor einigen Jahren an duperkulose Erkrankte sehr schwere Infektionskranken, die sehr ansteckend ist.
00:47:44: Du bist ja dann also isoliert worden, wochalang und es ist dir schon schlecht
00:47:49: gegangen.
00:47:50: Ja.
00:47:51: Bist du dort so mit deiner eigenen Äntlichkeit konfrontiert?
00:47:55: Oder hast du zu merken, oh wow!
00:47:57: Es kann auch mich einfach treffen und ich werde schwer krank und weiss nicht wie gut dich mich erholen.
00:48:03: Weisst du, dass jemand war, der in diesem Spitalzimmer gelegen ist?
00:48:07: Ich bin ja eigentlich nur ein paar Tage im Spital gelegen.
00:48:10: Dann haben sie mir rausgegeben Eben, weil ich so anstecken war.
00:48:14: Dann bin ich wieder zurück ins Zentrum und dann hatte ich über die Oberdaten ein Zimmer.
00:48:21: Und dann ging es mir sehr schlecht.
00:48:23: Wo der Medikament am Anfang, da musst du vier riesengrosse Antibiotika auf den Nüchtern schlucken und abbrechen und durchfahren.
00:48:34: Du kannst nicht mehr nur laufen.
00:48:35: Du hast keine Zeit mehr zum auf die Toilette.
00:48:38: Im Gammus kommt alles wieder raus.
00:48:42: Ganz
00:48:43: Elend?
00:48:43: Ja, ganz Elend.
00:48:47: Ich weiss gar nicht, ob ich dort gedacht habe und ich glaube es nicht.
00:48:51: Ich glaube nicht, ich kann einfach so denken... Ich schaue viel geschlafen auch, weil dann habe ich über zehn Kilo abgenommen seit einem Monat.
00:49:01: Und ich glaube, ich war immer so in einem ...
00:49:03: Delirium.
00:49:04: Deliriam gewesen ja!
00:49:07: Und erst nachher, was mir besser ging, habe ich angefangen zu sagen, lieber Gott, hast du mich noch nicht gewonnen dort oben?
00:49:13: Brauchst
00:49:13: du mich vielleicht noch ein wenig hier unten?
00:49:15: Es war ja schon knapp, oder?
00:49:17: Also... Das ist schon lang.
00:49:19: Es
00:49:19: geht einfach
00:49:21: bis es nicht mehr angeht,
00:49:22: oder?!
00:49:23: Bis ich meine... Ja, natürlich!
00:49:25: Ich kann dann niemals auch bei mir rumtokten,
00:49:27: oder!?
00:49:28: Und dann habe ich anfangen, Husten und Huste und Huste und dann hatte man eine von ihnen angestellt.
00:49:33: Ich sah, dass das Blut hatte im Im Sputum.
00:49:38: Dann konnte
00:49:39: ich schon immer umeinander laufen, dann haben sie mich irgendwie in unsere Ambulanzenen boxiert.
00:49:46: Ich habe nur noch ... gehört und bin nachher drin.
00:49:49: Das ist alles so weisch, also... Ich war gar nicht mehr richtig da, oder?
00:49:53: Ich war nie mehr richtig hier.
00:49:55: Da hatten sie noch meinen Röntgen, dann wussten sie, was man macht und ich weiss es gar nicht.
00:50:00: Ich weiss aber, dass wir nach vier bis fünf Tagen wieder rausgekommen sind.
00:50:04: Und dann dachte ich so... Jetzt siehst du mal, wie es ist, wenn die Tauberkollose hat.
00:50:09: Und noch schlimmer, wenn man E-Z hat, wird man auch vorgeworfen, weil man sich fühlt, dass man einfach so... ...vorgeworft wird.
00:50:19: Aber du hattest zum Glück Menschen, die für dich da alles sind und ich gepflegt
00:50:21: habe?
00:50:21: Ja, und das haben wir auf diese Art gut hier selbst zu erfahren.
00:50:27: Weil ich dann gemerkt habe oder gewusst habe, wie man sich gefühlt, wie eine Taubergkolloso hat!
00:50:33: Es ist vor allem am Anfang, wenn man diese Medikamente nehmen muss.
00:50:37: Bei Clarisse habe ich gesagt ... Die hat einfach nicht mehr gebrochen.
00:50:40: Nur noch gebrochene, nur noch gebrauchene.
00:50:43: Also dass
00:50:44: sich noch mehr leiden können?
00:50:45: Ja genau, in den Fällen.
00:50:47: Ich weiß nicht, wie es jemandem geht.
00:50:48: Am Anfang, weil es nach einem Monat schon wieder gut geht.
00:50:52: Diese Medikament muss man sechs Monate lang nehmen und nach dem ersten Monat geht es schon wieder besser.
00:50:57: Man kann schon wieder aufstehen oder anfangen zu ausreffen was es dann auch wieder besser geht.
00:51:04: Jetzt ist ja mittlerweile deine Lunge aber enorm geschwächt.
00:51:08: Du hast vor zwei Jahren erfahren, dass du unter COPD leidest.
00:51:15: Das ist eine Lungenkrankheit, die nicht heilbar ist.
00:51:18: Dein Lungenvolumen ist sehr klein, glaube ich, bei ca.
00:51:21: unter dreißig Prozent.
00:51:22: Also konfrontiere dich das noch mehr mit deiner Endlichkeit?
00:51:26: Ist dir noch mehr bewusst, dass vielleicht auch nicht so viel Zeit hast?
00:51:32: Ja, aber es macht doch nichts!
00:51:34: Das macht nichts.
00:51:35: Ganz ehrlich, wenn jemand sagt, du wirst morgens stirbst und das ist mir gleich ... Ich hatte so ein Ausgefühl ins Leben.
00:51:43: Ich hatte ein reiches Leben.
00:51:48: Was wollte ich denn noch mehr?
00:51:49: Ich wäre drei, sieben zu sein.
00:51:50: Der ist schon so alt oder?
00:51:54: Früher ist man ja ... Unsere Menschen sind mit vierzig gestorben, alle vorbeigeküsten.
00:52:00: Mit nicht einmal vierzig, die eine sucht ausgebrochen ist... Ich bin in der Höhe seventy.
00:52:05: Ich habe eine Familie, ich habe ein Kind und ein grosses Kind, das mein Leben durfte gestalten.
00:52:12: Es wurde mir gegeben von meinem Mann und meiner Familie, dass ich etwas so Schönes aus meinem Leben machen darf.
00:52:21: Trotz allem.
00:52:22: Also, ich hatte keine Angst mehr vor dem Tod, weil ich nichts mehr habe.
00:52:27: Ich wollte noch mal auf Thailand oder nicht mehr.
00:52:31: Und
00:52:31: gleich lebst du ja gerne?
00:52:34: Ja, ich lebe gerne.
00:52:35: Ich lebe gern.
00:52:36: Ich tue gerne Wutze und koche nicht mit Matos.
00:52:40: Ich kümmerle mich um meine Lea als Enkelin.
00:52:44: Aber wenn es das nicht mehr gibt ... Für mich ist es nicht einmal ein Mühe zu gehen.
00:52:50: Wenn es einfach geengt.
00:52:54: Okay?
00:52:55: Da spricht ganz viel Versöhntheit.
00:52:59: Was sagt man da so?
00:53:00: Es macht mich immer sehr versöhnt.
00:53:03: Ich bin total
00:53:04: im Frieden mit mir selber und das ist das Wichtigste.
00:53:06: Und ich glaube, solange du nicht mit dir im Friede bist, wenn du nichts mehr zu bedurren hast ... Weisst du?
00:53:12: Wenn du noch nicht sagen musst, oh, sieb hätte ich noch so machen sollen.
00:53:16: Sieb hätte ja eigentlich vielleicht ... Vielleicht kann ich es noch zwei oder drei Jahre nach, weiss auch nicht mal hin.
00:53:21: Oder vielleicht hätte ich weniger so einen Schaffer und könnte vielleicht etwas eher egoistisch sein und für mich schauen.
00:53:27: Ich weiss nicht irgendwie was.
00:53:28: Solang man noch etwas zu beduren hat... Etwas muss nachrennen.
00:53:35: Vor allem Materialem ... Dann hast du einfach keinen Frieden im Herz, oder?
00:53:41: Mach einmal das Erstfrieden nicht im Herzen und dann wird alles einfacher.
00:53:45: Lass dich mit diesem Podcast endlich leben!
00:53:48: Was heisst für dich?
00:53:49: endlich leben wie du studierst?
00:53:51: Das kann
00:53:53: man ja verschieden auslegen.
00:53:54: was es heisst...
00:53:56: Es geht ja nicht zu Ende.
00:53:59: Das Leben hier unten, wo auf jeden Fall Nichts richtiger Leben ist, oder?
00:54:06: Wir gehen einfach durch das Leben durch.
00:54:09: Wir haben eine bestimmte Zeit, in der wir auf dieser Erde sind und nachher immer uns ein richtiger Lebensbegehung ist.
00:54:16: Wenn dann Zählenmal dort oben ist, wenn zählen Mal Ruhe gefunden hat ... Der Körper ist sowieso dann nur noch, er wird abgeleitet.
00:54:25: Zähl wird Ruhe finden.
00:54:28: Danke vielmals für deine Zeit zu erzählen und ich wünsche dir von Herzen alles Liebe!
00:54:32: Merci,
00:54:34: ich teile Ihnen auch von Ihnen.
00:54:35: Danke vielmals!
00:54:40: Die Lieselotte oder Ebalotti-Latte raus hat mit uns Ihres Herztes teilt.
00:54:45: Sie hat übrigens die Leitung des Zentrums letztes Jahr abgegeben.
00:54:47: Es ist aber immer noch im Stiftungsrat und ist mehrmals im Jahr dort.
00:54:52: Immer dann wenn sie ihre Gesundheit zulassen.
00:54:54: Vielleicht wirst du jetzt gerne noch mehr über ihre Geschichte wissen, wie genau sie überhaupt auf Afrika gekommen ist und was das alles auch für ihre Familie bedeutet.
00:55:03: Dann gibt es verschiedene Bücher, ein davon hat sie selber geschrieben – das kann ich dir sehr empfehlen!
00:55:08: Oder auch die Fernsehsendung Fenster zum Sonntag von unserem Medienhaus RF Media.
00:55:13: Dort war sie im Jahr zwei Tausend Sechzehn Gast.
00:55:15: Du findest Link zu der Sendung und auch den Bücher in den Show Notes.
00:55:20: Und dort findest du auch Link zum endlich Leben finanziell unterstützen.
00:55:23: RF-Media, die er und andere Podcasts produziert, lebt von Spenden.
00:55:28: Danke vielmals, wenn auch du uns unterstützt bist!
00:55:31: Jetzt sage ich Tschüss, schön, dass ihr dabei war.
00:55:34: Ich bin Tévelin Gouenknacht.
00:55:35: Endlich Leben – ein Podcast der RF-Medien Schweiz.
00:55:39: Mehr auf erfmedien.ch.
00:55:41: schrägstrich
00:55:42: podcast.
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