Wenn das Kind bereits im Mutterleib stirbt – mit Beatrice und Beni
Shownotes
Beatrice und Beni erwarten ihr zweites Kind, die Schwangerschaft verläuft völlig unkompliziert. Doch dann der Schock: Bei einer Routineuntersuchung in der 38. Woche stellt die Ärztin fest, dass das Herz ihres Babys nicht mehr schlägt. Ihr Mädchen, das nach der Geburt den Namen Jael erhält, ist tot.
Für die beiden jungen Eltern bleibt die Welt stehen. Eben noch war da die grosse Vorfreude auf das neue Familienmitglied – nun stehen sie vor der Frage: Wie weiter? Und was passiert jetzt mit ihrem toten Baby?
Beatrice und Beni entscheiden sich, nichts zu überstürzen, und lassen die Geburt zwei Tage später einleiten. «Wir hatten geplant, das Baby nach der Geburt im Spital zu lassen. Doch als Jael auf die Welt kam, veränderte sich alles.»
Obwohl ihr Kind nicht lebt, spüren die beiden sofort eine tiefe Liebe und eine starke Verbundenheit. Schnell ist für sie klar: Sie möchten Jael für einige Tage mit nach Hause nehmen.
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Zu hören in dieser Folge: Beatrice und Beni, beide Sozialpädagogen, leben mit ihren beiden Töchtern (2 und 6) im Zürcher Weinland. Autorin und Host: Evelyne Gutknecht
Links:
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:01: Endlich leben.
00:00:02: Oder auch endlich leben?
00:00:04: Ja, beide sind miteinander zu tun!
00:00:06: Weil wenn wir wissen, dass das Leben
00:00:08: endlich ist,
00:00:09: dann können wir auch endlich Leben.
00:00:11: Und über den Zusammenhang zwischen Tod und Leben reden wir in diesem Podcast.
00:00:16: Mit den Leuten, die sich mit Tod sterben und
00:00:19: Trauer auskennen.
00:00:21: Und fragen wie sie mit ihrer Endlichkeit umgehen gehen.
00:00:26: Schön bist du bei dieser neuen Folge von «Endlich leben» – ich bin Develin Gutknacht.
00:00:31: In dieser Folge gibt es eine Premiere.
00:00:33: Ich habe zum ersten Mal gerade zwei Gäste von einem Mikrofon, Beatrice und Penny.
00:00:39: Sie sind verheiratet und haben drei Töchteren.
00:00:42: Die älteste ist Sechsie, die jüngste Zwei- und inzwischen ist Jael.
00:00:47: Sie wäre heute Vierin.
00:00:48: Aber Jael darf auf der Welt nie leben.
00:00:51: Sie ist kurz vor der Geburt in den drissigsten Schwangerschaftswuchen gestorben – völlig unerwartet!
00:00:58: Benny und Beatrice erzählen, wie es war, wo sie erfahren haben, dass ihr das Baby nicht mehr lebt.
00:01:03: Wie ihnen der Boden unter den Füßen weggebrochen ist.
00:01:06: Und sie erzählen auch, wie nach dem schlimmen Bericht weiter ging für sie.
00:01:10: Wir
00:01:10: hatten eigentlich vor, wir machen jetzt die Geburt.
00:01:13: Wir bringen also das Kind auf die Welt.
00:01:18: Darf man sich dort irgendwie aufbauen?
00:01:20: Gehen Sie vielleicht noch mal gut besuchen?
00:01:22: Dann schauen wir dann weiter.
00:01:23: Wo aber die Eile auf die Welke kamen, hat sich alles komplett...
00:01:28: Wo sie die Eile auf dem Arm hatten, war dann sofort eine Bindung.
00:01:33: Es ist für beide nicht einfach ein Todesbaby, sondern ihre Tochter.
00:01:37: Sie nahmen die Eil mit nach Hause und das ist schon noch eine spezielle Vorstellung finde ich, dass es Todesbabies zu Hause haben, auf dem Arme und auch mit dem Kuscheln haben.
00:01:49: Aber Bertri sagt, dass das für sie wichtig war.
00:01:51: Ich
00:01:52: glaube die Liebe ... Mein Kind war viel grösser.
00:01:55: Ich bin sehr dankbar um jeden Moment, an dem ich mit ihr haben darf und auch zu merken in diesen sechs Tagen den Verwesungsprozess.
00:02:06: Es hat mir geholfen mitzugehen, dass er wirklich nicht lebt.
00:02:10: Aber es ist
00:02:11: brutal, wenn du dein Bild sehen willst.
00:02:14: Ja, aber es war weiter Realität.
00:02:16: Nachher muss ich sagen, ich muss dich jetzt gehen lassen.
00:02:20: Das ist ein Ding.
00:02:20: darum Möglichkeit, weil mein Kind nie geht.
00:02:23: Beatrice und Benny erzählen ganz eindrücklich davon, wie sie die wenigen Tage mit ihrem toten Baby verbracht haben.
00:02:31: Und warum Zeit mit ihren so heilsam war.
00:02:35: Sie wollen auch einblicken ihre Trauer heute – vier Jahre nachdem sich Joël uns loslässt.
00:02:42: Ja, wie steigt mir so ein Thema ein?
00:02:44: Wir haben jetzt schon miteinander – bevor wir das Gespräch starten, haben wir unser Foto-Album gezeigt von ihrer Tochter Joël, die viel zu früh ... und ich habe schon gemerkt, die Emotionen sind hier.
00:02:57: Wie ist es für euch heute Morgen zu erzählen über eure Geschichte?
00:03:05: Eine gute Sache!
00:03:07: Wir teilen diese Geschichte sehr gerne.
00:03:13: Warum das genau so ist weiss ich nicht aber es tut eigentlich gut und ich glaube sie erweckt sich vielleicht auch kurzzeitig ein wenig.
00:03:24: zum Leben im Sinne, dass sie schon da war.
00:03:28: Aber wenn sie sehr schnell wieder gegangen ist und ja es ist etwas Schönes darüber zu reden.
00:03:34: Ich kriege gerne darüber.
00:03:35: Also ein
00:03:36: bisschen aufgeregt und gleichzeitig... Es ist mega schön, dass ich wieder mal den Raum überkomme weil im Alltag ist sie eigentlich in meinem Herz und Gedanke schon sehr präsent Und gleichzeitig im Gespräch und unterwegs sein.
00:03:51: Man merkt eigentlich niemand, dass da noch dreizehnte Kinder wären.
00:03:55: Genau.
00:03:56: Und warum
00:03:56: ist es so schön, dass zwischen ihnen einen Raum geben dürfen?
00:04:00: Du hast angesprochen ein Dreizkind, also ihr habt aktuell zwei Kindes.
00:04:06: Ein Ältist, die ist sechs Jahre alt und ein Jüngster, der ist zwei Jahre alt.
00:04:11: Und dazwischen wäre eben Tiael.
00:04:13: Das heisst ja auch ein Sterbenkinder, wenn ein Kind so früh stirbt.
00:04:18: Kommt mir tauchen doch in eure Geschichte!
00:04:21: von Jael in diese Schwangerschaft, die total unkompliziert gelaufen ist.
00:04:26: Vielleicht weil du ja die Schwangerin gesehen bist?
00:04:30: Beatrice, magst du erzählen so von dieser Schwangersschaft?
00:04:35: Es war eine unkomplicierte Schwangerschaff.
00:04:38: Es gab mal eine kurze Zeitige Phase der Woche.
00:04:41: Die Frau Nertzing sagte, sie hätte dann erweiternieren ... Die
00:04:50: Züste waren zuerst die Züsten.
00:04:51: Ah ja, sie hatten Züster im Köpfchen.
00:04:55: Das hat
00:04:55: man auf den Ultraschall schon gesehen.
00:04:56: Genau!
00:04:58: Und dann gab es einen Spezialist-Verwiesen auf Zürich und wir sind in Tere gegangen.
00:05:02: Und als wir dort waren, waren die Zusten wieder weg.
00:05:05: Aber er hatte etwas anderes noch gesehen und wir haben ihn aufgrund dieses Testes gemacht ... Wegen der Trisomy, aber alles nachher gut war.
00:05:15: Und dann ist die Schwangerschaft wieder völlig unkompliziert verlaufen.
00:05:18: Sie haben hier keine Sorgen gemacht oder bedenken gehabt, ob etwas nicht gut wäre?
00:05:24: Nach dieser Untersuchung hat man gewusst, dass es eigentlich so wie gut
00:05:28: ist.
00:05:28: Ja, sie war mega aktiv und lebendig.
00:05:32: Da wurde immer aufgestummt.
00:05:35: Es hat nichts darauf hingewiesen, dass was nicht gut sei.
00:05:40: Dann kam die drissigste Schwangerschaftswoche.
00:05:43: Hast du dort Kontrollen gehabt oder hast du gemerkt, dass irgendetwas stimmt nicht?
00:05:47: Ich hatte ganz normale Kontrolle bei den Frauenärztinnen.
00:05:51: Ich habe gemerkt und stieg an, ich war ein bisschen in einem härter Bauch, aber bin auch sehr unterwegs gewesen.
00:05:56: Es war wie sie über eine Drissgenullis vorbei waren, also wir wussten, es sei jetzt okay, wenn sie kommen würde.
00:06:02: Rein von der
00:06:07: im Frühgeburt?
00:06:08: Ja genau!
00:06:09: Also die Frau nach Hause ging und meine Freundin hat mir das SMS noch geschrieben und fragte, ah, du hast einfach einen Check und ich habe ihn noch geschrieben.
00:06:17: Und als ich dort drin war, haben wir noch geredet.
00:06:21: Dann hat sie anfangen zu schauen und gesagt, alles kommt von unten.
00:06:24: Und dann hat sie weitergeguckt und dann ist sie auch still geworden.
00:06:27: Dann sagte sie sich, Frau Wirtrich muss ihnen etwas traurig sagen?
00:06:33: Und dann habe ich gerade gewusst, sie ist gegangen.
00:06:36: wie klar war.
00:06:37: Dann hat sie gesagt, das Herz lässt nicht mehr.
00:06:40: Ähm ... Ja, aber ... Also irgendwo mega überraschend und irgendwo in mir eine leichte Vorahnung, weil ich wusste irgendwie es ist etwas anders, aber ich habe mich auch nicht wirklich Sorgen gemacht.
00:06:56: Woher hörst du, dass das Herz nicht mehr lässt?
00:07:00: Mhm!
00:07:02: Was geht da durch den Kopf oder die Gefühle?
00:07:04: Was hast du
00:07:05: gemacht?!
00:07:05: Ich bin aufgestanden, es war Corona.
00:07:07: Ich hatte eine Maske.
00:07:08: Ich habe die Abzogene vorgerührt.
00:07:11: Ich finde jetzt brauche ich keine Maske mehr.
00:07:13: Es spielt keine Rolle mehr!
00:07:17: Dann hat sie mich gefragt, was ich will und dann sind wir dort auf den Sitzplatz rausgegangen.
00:07:23: Und dann habe ich immer angeliehten, weil ich alleine zu den Kontrollen bin.
00:07:29: Du hast gerade abgenommen und gesagt ja,
00:07:34: sie ist gegangen.
00:07:35: Also du bist irgendwo am Schaf oder in deinem Alltag drin, bekommst du das Telefon erfüllen und erwartet?
00:07:42: Ja also ich glaube seit ohne mich das Telephone anders ab.
00:07:46: Jetzt ist es wieder ein bisschen besser.
00:07:48: aber seit hier ist.
00:07:48: immer wenn Beatrice anruft ist sie immer echt so... Den Puls hergegangen.
00:07:53: Der
00:07:53: Alarm?
00:07:54: Ja, ich weiss auch, wo ich gucke.
00:07:57: Ich habe dort als Schulsozialarbeiter gearbeitet.
00:08:00: Ich weiss noch genau, welches Kind als nächstes kommen wird für ihre Beratung wie das Geissen hat aus welcher Klasse was dann als nächstes dran wäre.
00:08:12: Also ich weisse noch die Aufregung und deine Stimme... Und wie dann so der Zwänzger langsam runter ist und wenn ich aufgestanden bin, mein Zeug gepackt habe.
00:08:27: Ich weiss genau, wie ich über den Pausenplatz gelaufen bin.
00:08:30: Jetzt ist alles anders für immer.
00:08:34: Ein Moment, in dem sich das Leben komplett verändern kann?
00:08:41: Ja.
00:08:41: Ich musste mit dem Auto kurz überleiten, weil es gescheit ist.
00:08:45: Ich hatte bis zu dir gleich forty-fünf Minuten Weg.
00:08:51: Aber sie kam dann gleich bei den Nachrichten.
00:08:54: Hast
00:08:54: du es irgendwie geschafft?
00:08:56: Weisst du wie läuft das ab?
00:08:58: Sie waren dann zusammen bei der Frauenärztin in mich.
00:09:02: Dann geht es darum, was jetzt mit dem Baby passiert?
00:09:06: Das lebt offensichtlich nicht.
00:09:08: Gleich ist das neu im Buch drin.
00:09:12: Was hat man hier besprochen oder was gab es für Optionen?
00:09:15: Ich habe gerne einen kleinen Schritt zurückgekommen und bin dort von der Praxis her gefahren.
00:09:22: Es war völlig gleich, wie ich dort parkiere.
00:09:24: Ich bin auch vor der Archie gerannt mehr oder weniger Die, die dort an der Theke waren.
00:09:30: Sind sie dahin wütrig?
00:09:31: So ja!
00:09:32: Ihre Frau ist da draussen.
00:09:33: Dann war es so den ersten Moment, in dem wir uns angeschaut haben.
00:09:37: Wo dann auch sehr emotional war.
00:09:46: Ähm... Und er sagte dann, wenn Sie nochmal einen Ultraschall ... und ich habe gesagt Ja, ich fühlte mich auch gerne selber auch noch gesehen, dass nicht schlagende Herzen.
00:09:55: Und dann haben wir nochmal einen Ultra-Schall gemacht.
00:09:57: Das Wichtige war für dich, um das auch selbst wie so ... Also realisieren ist wahrscheinlich noch nicht das grosse Begriff in diesem Moment.
00:10:05: Ja, ich habe ja den Ärztin und Bertriss schon geglaubt, dass es so war aber vielleicht auch ein bisschen instinkt gewesen, dass sich das schon auch noch jetzt selber sehen würde.
00:10:17: Das nicht schlagende Herz.
00:10:19: Dann hat sie nochmal einen Ultraschall gemacht und ich glaube, es war gut im Nachhinein.
00:10:22: Es war gut.
00:10:24: Und dann sind wir wohl lange noch dort draussen gewesen und haben überlegt ... Wir hatten zwei Autos dort, also die
00:10:31: Die ganz praktischen Fragen.
00:10:35: Dann ist es weitergegangen.
00:10:36: für dich,
00:10:37: Petri?
00:10:37: Sie hat einen Vorgeschlagen am Abend einleiten, also geworden zu starten.
00:10:47: Wir sind dann heim und ich habe mit meiner Hebamme telefoniert und sie hat mir geraten, dass ich mich nicht pressiere.
00:10:55: Es gebe keine Grund- und Eckengefahr.
00:10:58: Und wir haben mit der Fachstelle Kindesverlust telefoniert.
00:11:01: Das hat sie mir empfohlen.
00:11:03: Wir haben uns gerade nicht mitm Impressieren, weil wir wie im Schock drin sind.
00:11:11: Und das war ein mega weisen und wichtiger Rat.
00:11:17: Wir nahmen uns die ganze Woche eine Zeit an und sagten, dass wir schon mehr Leute haben wollen.
00:11:24: Dann waren wir in diesem Schockzustand immer wieder etwas handlungsfähiger.
00:11:31: Und gleich hast du über das ganze Wochenende gewusst in deinem Bauch.
00:11:34: Man sieht immer noch, dass du schwanger bist... ...aber das Kind lebt nicht mehr.
00:11:38: Du
00:11:39: hast es nicht mehr gespürt.
00:11:40: Es ist ein ganz anderes Gefühl.
00:11:43: Ich überlege mir also, wirst du dann in diesem Moment nicht möglichst schnell den Tod auszuholen?
00:11:49: Also, dass das tote Kind aus deinem Körper draussen hat, ist das nicht so ein Reflex?
00:11:53: Ähm... Mal irgendwie vermutlich schon aber ich... Es war viel besser weg.
00:12:03: Ich bin dann wie gestärkt an deinem Geburt und nicht so aus dem ... Ja, ich bin ja mit dem Schock hin.
00:12:10: Also schon, aber nicht so frisch im Schock.
00:12:14: Wie muss ich mir das Wochenende vorstellen?
00:12:16: Gerade auch für dich?
00:12:18: Du hast Baby in dir drin und gleich ist dein Kind oder weisst du, dass er da
00:12:25: steht?
00:12:26: Ich glaube wir sind dann irgendwie nach Hause
00:12:30: gekommen.
00:12:33: Hildist ist dann bei der Cosmutter geblieben, also wir sind dann heimgekommen.
00:12:39: Wir waren alleine.
00:12:43: Und dann ... Mann, ich weiss nicht, dass wir auf dem Sofa geguckt haben und ich habe ein Küsse-Kold, das Beatrice für die Eile gemacht hat.
00:12:52: Ich habe irgendwie das Küssee so gekocht!
00:12:56: Und so, wir waren zusammen am Brüllen und ich habe das Küsse geholt.
00:12:59: Du hast mich ja sehr deutlich verstaunt zu geben, dass du nicht der richtige Move warst mit dem Küssen und dann ist es irgendwie weg hier.
00:13:10: Das weiss ich noch?
00:13:11: Viel brüllen, viel ... Ich weiss doch gar nicht viel...
00:13:14: Aus den Emotionen waren sie schon einfach zu fort.
00:13:16: Und ihr habt die aber auch zugelassen.
00:13:18: Ihr habt jetzt das Gefühl geheizt oder ein Samenreis oder irgendwas.
00:13:22: Ah, ich weiss noch etwas!
00:13:24: Wir haben einen Spaziergang gemacht und ich habe gerne eine Gotsigarette gepostet.
00:13:33: Ich bin nicht raucher eigentlich, aber hin und wieder rauche ich gern eins.
00:13:37: Und dort habe ich gedacht, jetzt möchte ich rauchen so, dass ich mir Gotsigerrette holen muss.
00:13:44: Das ist total ... Unlogisch oder irrational.
00:13:50: Aber irgendwie hatten wir ein bisschen das Ziel, sind dann die Türen... Erstaunlicherweise hattest du gar nichts dagegen, dass ich weiss.
00:13:58: Sonst wirst du nicht so amüsst, wenn ich hin und wieder eins raue.
00:14:02: Und das war irgendwie gut!
00:14:03: Das ist irgendwie gut gewesen.
00:14:05: Die Tigis geholt und dann habe ich es geraucht und dann... Was weiß ich noch?
00:14:12: Aber viel geredet auch miteinander und v.a.
00:14:14: einfach brühelt.
00:14:15: Ich
00:14:16: hab schon viele brühelte.
00:14:17: Für unsere älteste Tochter war es wirklich komisch, wenn wir anfangen an die ganze Dambrühe.
00:14:23: Und sie hat dann ein Ritual für sich gefunden und ist in einer Gnastio-Lizepapier holen und hat uns diese gebracht.
00:14:32: Ja... Wir waren als Familie zusammen.
00:14:36: Ich war schon mega froh, dass mich niemand angesprochen
00:14:39: hat.
00:14:39: Wenn ich unterwegs bin auch kommt das Baby bald auf die Welt.
00:14:45: Und wir haben uns dann auch den Wochenende ... Wir haben dann auch viel Zeit genommen, um unser Umfeld zu informieren.
00:14:52: Wir haben ein SMS verfasst und haben das sehr breit verschickt.
00:14:59: Ja, dass die
00:15:01: Leute Bescheid wissen?
00:15:02: Genau!
00:15:02: Am Sonntagmorgen ist es in der Kühle.
00:15:04: Unser Pastor und seine Frau sind wieder gestanden und haben es gesagt.
00:15:08: Sie haben bettet... Und wir haben auch gesagt, am Montag morgens geboren, dass sie für dieses Betten.
00:15:20: Ja, ich finde es war sehr wertvoll.
00:15:22: Alle Leute wussten Bescheid und niemand hat mir noch eine komische Frage gestellt.
00:15:27: Und jetzt die Geburt?
00:15:29: Weisst du das ist auch etwas was man sich fragen kann, warum ist das nötig ein Geburt einzuleiten von einem toten Kind?
00:15:36: Das können wir doch einfach auszuholen bei den Kaiserschnitts.
00:15:39: Für psychisch ist es mega-wertvoll und wichtig diese Geburt, dass es eben natürlichingutig ist und nicht einfach einen medizinischen Schnitt.
00:15:51: Und ich erlebte es als ein schöner Geburt.
00:15:54: Ich wusste, dass betete viele Leute, mich sehr dreit gefühlt haben und umgehen.
00:16:01: Es war eine schnelle Geburt ... aber eigentlich auch ein schönen Geburt!
00:16:07: Ja.
00:16:08: Das stelle ich mir an.
00:16:09: Aber das ist so schwierig vor der Geburt, ja man kann's nicht... Also ich meine, es ist schmerzvoller Geburt.
00:16:16: Das treibt einem an, wenn du diesen Schmerz hast.
00:16:18: Du weisst ja, dass du nachher ein Kind hast.
00:16:21: Aber zu wissen, ich habe diese Schmerzen und muss jetzt leiden.
00:16:25: Und danach habe ich einen Todskind.
00:16:28: Das ist sehr komisch aber ich habe mich gefreut, als sie auf die Welt kamen.
00:16:32: Ich hatte die Glückshomon.
00:16:34: Die Körper macht das gleiche wie mit.
00:16:36: Klar auch der grosse Schmerze.
00:16:38: Aber irgendwo auch ... Weil das Kind auf die world kam.
00:16:42: Sie lebt nicht.
00:16:45: Andere waren fast mehr.
00:16:46: Wie hast
00:16:47: du deine Geburt erlebt?
00:16:54: Ich war so dabei, ich wusste nicht recht, was ich empfinde.
00:16:59: Ich war mit mir beschäftigt und damit mit dem Unterstützen meiner Frau.
00:17:05: Aber die Hebammen haben das sehr gut gemacht.
00:17:07: Ich bin völlig überfordert, aber ich war einfach dort und habe geguckt, dass ich nicht in deinem Weg bin.
00:17:12: Und ich wusse auch, meine Präsenz ist wichtig.
00:17:18: Ich habe dann die Sessen gegessen, weil ich nicht mehr schmecke.
00:17:22: Aber ich hatte keine Hunger, von dem her bin ich total neben der Schule gestanden.
00:17:28: Was kommt jetzt?
00:17:30: Ich habe es schon als sehr makabres Spiel gefunden.
00:17:33: Nebenher kamen Babys auf die Welt, brüllende lebendige Babys und ... Total widersprüchlich das komische Welt.
00:17:47: Und dann war sie da, wie war das erste?
00:17:51: In der Ärmung?
00:17:54: Wie war es für euch?
00:17:55: Ich
00:17:57: habe gemischt und schmerzhaft.
00:18:00: Es ist unfassbar, dass ich jetzt nicht lebe und schon voll bewusst und gleichzeitig auch ... Und dass mein Kind jetzt auf die Welt kommt.
00:18:11: Sie ist halt gleich mein Kind, auch wenn sie nicht lebt.
00:18:13: Also das ist wie ... Die Liebe war voll hier für sie.
00:18:18: Auch wenn es ihr Herz nicht schlägt.
00:18:22: Wir hatten vor, wir machen jetzt diese Geburt.
00:18:26: Ich kann es auch nicht verstehen, wieso man das natürlich machen muss.
00:18:29: Wieso das Tote etwas nicht einfach aus dem Operieren fertig?
00:18:33: Ich hätte dir das gerne erspart.
00:18:36: Und wir haben vorgesprochen, dass wir das Kind auf die Welt bringen.
00:18:43: Wir werden es dort irgendwie aufbauen und dann vielleicht noch mal besuchen.
00:18:47: Dann schauen wir weiter.
00:18:49: Wo die Eile aber auf die Welke kamen, hat sich alles komplett gekehrt.
00:18:54: Wir sahen dann wie ein Kind hinter dem Tod.
00:19:00: Also das öhrliche Näsli, das hübsche Gesicht ... Klar hat man gesehen, dass sie nicht lebt.
00:19:06: Aber sie war halt gleich ein vollwertiges Baby und ich glaube also die Geburt hat alles verändert von wegen an.
00:19:14: wir gehen dann wieder heim was wir denn eben nichts sind.
00:19:18: wir lösen sich in irgendeinem kühlen Raum was wir nicht gemacht haben.
00:19:21: es hat sich alles verändert.
00:19:22: Sollst du sofort so diese älteren Liebe da sein?
00:19:25: Also diese Bindung
00:19:26: ist total cool!
00:19:28: Ja
00:19:30: das ist schon... Das kann man sich überhaupt nicht vorstellen, wenn man das nicht erleben will.
00:19:33: Ich glaube wir konnten es uns auch nicht vorstellen.
00:19:35: Vorher und nachher, vor der Geburt oder nach der Gebur sind zwei verschiedene Paar Schuhe gewesen.
00:19:40: Und wie nah ist hier Freude und Trauer?
00:19:43: Das ist wahrscheinlich total ein Paradox.
00:19:47: Ich denke, dass Freude & Trauer nicht neben dem Platz haben.
00:19:51: Weisst du, es geht nichts.
00:19:52: Du kannst nicht traurig sein, gleichzeitig freudig.
00:19:54: Das geht nicht!
00:19:54: Ich habe gemerkt, die Trauer- und Schönheit, das geht gleichzeitig... Es kann etwas sehr traurig sein, aber sehr schön.
00:20:00: Freude und Trauer gehen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander.
00:20:04: Das sieht man auch im Album, das wir dir vorhin gezeigt haben.
00:20:08: Dann hat es einen schönen Moment, den wir mit dem toten Kind im Arm gelachen haben.
00:20:13: Fötterlich gemacht mit den Ältesten zusammen.
00:20:16: Und dann können die anderen kommen.
00:20:18: Es ist ein wechselbarer Gefühl.
00:20:19: Eine
00:20:21: Frage ist mir gleich noch gekommen, die jetzt vielleicht gar nicht so reinpasst, aber ich finde sie mega wichtig!
00:20:26: Weiss man, warum Tjael gestorben ist in deinem Buch?
00:20:30: Das ist einfach passiert.
00:20:32: Es gibt halt die intrautinäre Frucht-Hot.
00:20:36: Also das Baby sterben die auch unerwartete im ersten Lebensjahr.
00:20:39: Wo wir noch nicht herausgefunden haben, warum das so etwas passieren kann und es kann halt auch schon im Buch passieren.
00:20:46: Und ich glaube Sie haben uns eine Obduktion gesagt.
00:20:49: In diesem Fall haben sie gesagt, dass man das machen könnte aber das war wirklich gelagelt.
00:20:53: Das haben wir ja nicht.
00:20:53: Das hat sich für euch
00:20:56: wohl auch nicht viel geändert.
00:20:58: Nein, und die Zeit, in der wir mit ihr ... Es hat uns wie die Zeit geraubt, wo wir jetzt mit ihnen wiegehalten haben.
00:21:05: So dass sie voll ... Dass wir sie einfach bei uns behalten können.
00:21:09: Ich glaube, wir haben ein bisschen gespürt, dass wir das andere brauchen, nämlich Zeit mit dir und nicht den Gründen zu bringen.
00:21:16: Das bringt ja nichts.
00:21:18: Aber ich glaube, andere Älteren können schon mal zum Verarbeiten verstehen.
00:21:24: Ist alles okay gewesen oder kann man es trotzdem irgendwie herausfinden?
00:21:27: Ja.
00:21:28: Ihr habt Zeit mit ihr angesprochen.
00:21:30: also ihr habt noch ganz viel... Wir sind nicht einfach von dem Spital weg.
00:21:35: Sie haben dort gelassen und mit Heim genommen, dann konnten sie die Hei ausbauen können.
00:21:40: Das ist vielleicht auch für die eine oder das gehört erstaunlich, dass man das macht oder dass man es auch kann.
00:21:45: Also man kann ein Todeskind nach Hause nehmen und die Heime aufbauen.
00:21:48: Was war das für euch gerade klar?
00:21:52: Oder habt ihr einen Prozess nach der Geburtmise gemacht?
00:21:56: Unsere Hebamme waren sehr wertvoll und wichtig in dieser Phase.
00:22:01: Ich habe dann mal wieder angeläutet und sie hat unsere Optionen oder Ideen gegeben, was man machen könnte.
00:22:09: Also die Spital-Hepam oder die, die ich
00:22:11: im Wochenbett hatte?
00:22:16: Nein, wir wussten schon, dass wir sie zu Hause nehmen könnten.
00:22:19: Wir haben aber zuerst gefunden, das machen wir nicht.
00:22:21: Und dann, als sie hier war, haben wir dann spontan entschieden, nach dem Spital zu schlafen mit ihr.
00:22:29: Am nächsten Tag Sie haben sich über die Idee geholfen, wir nahmen sie mit nach Hause.
00:22:35: Und sie hat vorgeschlagen, dass wir ein paar Verrühmde einladen wollen und sie zeigen.
00:22:42: Das haben wir dann gemacht.
00:22:43: Wir nahmen uns auf die Welkomzistik nach Hause und am Abend ladeten wir drei Ehepaare ein.
00:22:51: Das war auch sehr wertvoll.
00:22:52: Wir waren ja gleich mega stolz, weil uns das Kind auf die Welt kamen und wir hatten Freude.
00:22:58: Aber
00:22:59: wir wären nie
00:23:01: auf
00:23:01: die Idee gekommen.
00:23:03: Die Hebamme haben was in uns gewesen ist, was sie nicht zum Ausdruck bringen konnten.
00:23:09: Und es war völlig klar, dass wir sie zeigen wollen.
00:23:13: Wir sind stolz.
00:23:14: Stolze älteren!
00:23:18: Ohne Hilfe von außen, ohne die Sichtweise von aussen, wir wären nicht darauf gekommen.
00:23:22: Und sie hat das wie beinahe umsetzen können und es war gut.
00:23:26: Und ist das für so ein Fall gewesen?
00:23:27: Für diese Ehepaar hier eingeladen haben oder spürten Sie eine Unsicherheit?
00:23:34: Ich glaube etwas unterschiedlich.
00:23:35: Für die einen war es nicht so schwierig.
00:23:38: Die wollten auch unbedingt sie heben.
00:23:41: Und für die anderen war es schon ein Challenge, sich dem zu stellen
00:23:46: müssen.
00:23:47: Aber sie sind alle gekommen.
00:23:49: Ohne ... Ja, es war wirklich
00:23:50: eine Frage, wir mussten
00:23:53: nicht fassen.
00:23:56: Dann haben die Jael das Baby ein Wochenlang an die Heine geholt.
00:24:00: Sie haben viel gehebt und haben mir das Fotoalbum gezeigt.
00:24:04: Ganz viele Vöten, die ich habe.
00:24:06: Die kuscheln mit ihren... Ja, irgendwie ausschön!
00:24:11: Gleich weiss man ja.
00:24:12: Es ist ein Todskind und dort den Körper.
00:24:16: Weisst du so die Widersprüchlichkeit?
00:24:18: Wie war es für dich?
00:24:19: Ich
00:24:24: glaube, Liebe und mein Kind ist viel grösser gewesen.
00:24:27: Ich bin sehr dankbar um jeden Moment, als ich mit ihr haben durfte.
00:24:32: Und auch zu merken in diesen sechs Tagen den Verwesungsprozess hat mir geholfen mitzugehen, dass er wirklich nichts erlebt.
00:24:42: Das ist
00:24:43: brutal wenn du dein Bild verwestest.
00:24:46: Ja aber es war eine weitere Realität.
00:24:48: Ich muss dich nachher sagen, ich muss dich jetzt gehen lassen.
00:24:51: Ist eigentlich ein Ding darum Möglichkeit?
00:24:53: Weil mein Film möchte ich nie gehen lassen!
00:24:59: In diesem Moment haben wir den Verwesungsprozess nicht als Portal empfunden.
00:25:03: Es war auch okay.
00:25:04: Das Portal ist das Abgeben an Bestattern.
00:25:10: Aber gesehen wie das Kind immer mehr verweist ... Wir mussten dann Gesichtchen abdecken, weil es wirklich ... nicht mehr zumobbar war, auch nicht für die Älteste.
00:25:25: Aber als Brutal würde ich das jetzt nichts empfinden.
00:25:28: Es ist okay gewesen und es hat zu dem traurigen Prozess der Tragödie passen.
00:25:37: Auf eine komische Art und Weise hat das halb gepasst.
00:25:40: Es war stimmig!
00:25:42: Ja,
00:25:43: aber es hat wie geholfen den... Der Seele geht ein wenig mit in diese Realität.
00:25:48: Ich meine, dass es unser Kind nicht im Leben ist... Das ist jetzt einfach so!
00:25:54: Und ich anfange ein bisschen mit zu gehen von Ja, sie ist nicht da.
00:25:59: Sie laufen nach unten sich umeinander.
00:26:01: Und ihr müsst dem Schmerz sowieso den Schmerzen zulassen, damit die Augen schauen?
00:26:06: Benidou, bevor wir die Aufnahme gestartet haben, hast du einen starken Satz gesagt.
00:26:10: Ich habe gesagt Schmerz gleich heilig.
00:26:13: Kannst du noch etwas zu diesem sagen?
00:26:14: Was meinst
00:26:15: du?
00:26:15: Ja ich glaube wenn mir den Schmerzen vermieden hätte und das Kind nicht heimgenommen hätten dann wäre ganz viel heiliger hätte ihn nicht passieren können.
00:26:28: Und ich glaube... Das war mega wichtig.
00:26:31: Jetzt im Nachhinein checke ich das.
00:26:34: ohne Hilfe von außen nicht zu checken, was Hebamme gesagt hat und so.
00:26:39: Und ich glaube aber, dass sich dem Schmerz stille drinnen geht, dort zu leben... Das ist mega wichtig.
00:26:46: Mega wichtig!
00:26:46: Auch jetzt oder jetzt?
00:26:50: Was ist es jetzt für ein Jahr her?
00:26:53: Also im Rückblick das Gefühl, das ist sehr, sehr wichtig weil wir haben jetzt Erinnerung.
00:26:57: Wir haben eine kleine Geschichte mit ihr, wir haben zusammen Sachen erlebt.
00:27:01: Ausnahmslos traurig.
00:27:02: Nein stimmt nicht.
00:27:03: Komischerweise hat es auch freudige Fötterlinge.
00:27:07: Aber wir haben mit ihnen etwas erlebt und können abschieden.
00:27:10: Wir haben sie willkommen geheissen, mit ihrer Zeit verbracht und sie verabschiedet.
00:27:14: Das ist würdig im Nachgang.
00:27:16: Es war zwar fast unmöglich, aber wir sind ihre Gerecht geworden soweit das nicht möglich
00:27:25: war.
00:27:25: Ich finde eben auch so dass ... Mit dem ihr auch Föttern gemacht habt, dass ihr sie heimgenommen habt oder einen liebsten vorgestellt habt, ist das ja wie ein
00:27:33: Zeichen hey!
00:27:34: Sie ist ein Mensch.
00:27:35: Es ist nicht einfach ... Ein Ding, das jetzt tot ist und
00:27:38: sie
00:27:39: ist ein Mann, der nicht auf der Welt leben darf.
00:27:42: Aber sie gehört zu uns!
00:27:43: Das sieht man ja auch mega, wenn es hier bei euch zu Hause ist.
00:27:47: Schon wenn man bei euch leutet an den Türen hat es eine Kerze, die Jael drauf steht.
00:27:51: Es hat farbige Steine.
00:27:52: Es zeigt wie so ein Gedanke-Ort direkt vor eurer Tür.
00:27:55: Also es zeigt mega, dass Jael gehört zu euch?
00:27:59: Das ist völlig klar oder?
00:28:03: Zeit läuft uns ein wenig davon, um dich weiterzugehen.
00:28:08: Wir haben ja einen Müsel ausgelassen.
00:28:10: Der Bestatter kam und hat sie mitgenommen.
00:28:12: Sie haben krimiert, ihr habt Taschen bei einem Baum in der Nähe von eurem Zuhause vergraben oder verstreut.
00:28:20: Also wir haben einen Ort, wo er an geht, um an sich zu denken.
00:28:24: Vielleicht ganz ... Ja, ich würde gleich mal das innen gehen wie es überstaht man?
00:28:29: Oder wie überlebt man das als Kind dann wirklich so abgeben und loslassen?
00:28:34: Eigentlich unmöglich.
00:28:37: Ich würde schon sagen, dass mich der Begriff stört.
00:28:40: Das muss jetzt verarbeiten.
00:28:42: Weil das impliziert... Dass es irgendwann verarbeitet ist und dann fertig ist oder auch das loslassen.
00:28:49: Mir gefällt das Wort integrieren.
00:28:51: Ich integriere das in mein Leben.
00:28:54: Der Prozess ist nie fertig aber den Schmerz nimmt ab.
00:28:59: Es wird natürlicher und weniger schmerzvoll.
00:29:01: Schon immer noch!
00:29:02: Aber es ist nicht mehr so.
00:29:06: Es verändert sich den Schmerz über die Jahre.
00:29:12: Unsere Geschichte gehört zu unserem Leben.
00:29:16: Wenn es ein Kind abgeht, geht das wie nicht.
00:29:22: Das war eine reine Verstandesaktion eigentlich.
00:29:28: Aber präsent ... oder die Auswirkungen sind gleich in unserem Leben immer noch das.
00:29:33: Es gibt immer wieder Momente, wo irgendwelche Situationen sind, bei denen etwas aufploppt ist.
00:29:40: Andere heißen ja El... Oh, es ist ein grosser Abstand zwischen euch und den Kindern!
00:29:46: Du bist einfach ständig mit anderen Frauen konfrontiert und schwanger sind, als Babys auf die Welt bringen.
00:29:51: Ich
00:29:52: habe dort noch sexuell Pädagogik unterrichtet ein junger Kind, das Wunder der Geburt erklärte.
00:30:04: Und eine hat noch Jail geheissen dort in einer Klasse.
00:30:07: Das war schon aus der Vorderung.
00:30:10: Was würde ich sagen?
00:30:10: Was ist für euch wichtig gewesen als Trauer?
00:30:14: Die Trauer ist ja wie nicht angeschlossen.
00:30:15: Aber vielleicht gerade bei dieser ersten mega intensiven Zeit von der Trauer.
00:30:19: Was hat euch hier geholfen?
00:30:22: Haben die auch unterschiedlich traurig?
00:30:24: Das ist ja manchmal auch noch eine Ausforderung oder?
00:30:27: Also wir haben ja dann noch so ein Angebot wahrgenommen von ... Kindesverlust.
00:30:31: Kindes-Verlust!
00:30:33: Die hatten das Angebot für Eltern, die frisch ein Kind verloren haben.
00:30:38: So
00:30:40: eine Ausduschgruppe?
00:30:41: Ausduschgruppen,
00:30:42: moderierte Ausdurschgruppe mit einer ... Was war der denn?
00:30:45: Ein paar Seelsorgen und einer, die selber betroffen ist... Und dort sind wir dann irgendwie viermal gegangen und das finde ich schon auch ... Also, um auf deine Frage zu kommen ... Ich glaube Stylen von der Trauer ist sehr wertvoll.
00:31:00: Ich habe einen Podcast geloset vom Johannes Hartl, und dann hat er dort gesagt... Das ist ein Teolo
00:31:06: für die wir noch kennen genommen
00:31:08: haben.
00:31:08: Er sagte, es gibt etwas Schlimmeres wie den Trauren.
00:31:10: Dann bin ich gespannt!
00:31:12: Und dann sagt er alleine den Trauen.
00:31:14: Es stimmt auch.
00:31:18: Wie geht das?
00:31:19: Wie überlegt man, dass in diesem Netzwerk und mit Leuten sprechen kann, teilen, zusammenbrüllen ...
00:31:27: Ja.
00:31:28: Und das haben sie aktiv gesucht?
00:31:30: Oder war es auch so, dass die Leute zu euch kommen und fragen, was sie brauchen oder trauen mit euch?
00:31:38: Es war noch spannend.
00:31:39: Einer von uns in der Bekanntenkreise hatte eine Bekannte.
00:31:45: Die haben die Tochter, die ein Kind verloren hat, ihr erster Sohn.
00:31:50: Sie hat alles vernetzt.
00:31:53: Das ist mittlerweile eine sehr gute Freundin von mir.
00:31:56: Mir hat das unglaublich gut hier in dieser Zeit mit ihr im Kontakt zu sein.
00:32:04: Mit vielen Besprachnachrichten, weil wir nicht gerade so nahe wohnen.
00:32:08: Und ich wusste, dass ich ihr darüber reden konnte und sie versteht genau von was ich rede und habe meinen Schmerz erzählen können und auch meine Wut über die Neugeborene nach der Joelle.
00:32:26: mit empfinden.
00:32:28: Das war ein mega Geschenk.
00:32:29: Es ist wie so eine Perle auf unserem Weg, einen solchen Freundin zu haben, der den Weg kennt und etwas vor mir ist.
00:32:37: Genau weiss von was
00:32:39: du willst.
00:32:41: Das sind schon solche Geschenke auch.
00:32:43: Und einfach andere Menschen, die mit uns unterwegs sind ... Ich brauche Freunde, die lange mit mir unterwegs sind.
00:32:53: Ich bin heute auch noch traurig!
00:32:54: Das ist nicht einfach fertig.
00:32:57: Weisst du, es gibt ein Ritual, das ihr gehabt habt oder immer noch geholfen hat?
00:33:04: Ich glaube wir sind auch ganz lang, sind mir recht ähnlich miteinander in der Trauer unterwegs zu sein und ... Du bist dann wieder einmal im Alltag eingestiegen und ich war die Heise als Mami mit einem Kind und einem Nicht-Tagkind.
00:33:17: Auch dem ganzen ja immer mehr ähm... Ich musste immer wieder konfrontieren.
00:33:23: Hast du dich etwas mehr ablenken können?
00:33:24: Ja, wahrscheinlich schon.
00:33:27: Und ich hatte das Kind nicht in meinem Buch.
00:33:30: Ich war von Anfang an weiter.
00:33:33: Ich habe weniger Bindung zu diesem Kind, weil es nicht in mir war.
00:33:38: Das haben wir viel auch diskutiert, dass es für sie schmerzhafter, schwieriger, mehr aufwandt und mehr Trauerarbeit ist wie der für mich.
00:33:46: Dafür sage ich, das ist ein Unterschied.
00:33:48: Einfach auch von der Bindung zum Kind.
00:33:50: Die
00:33:51: Zeit lang waren wir näher zusammen in der Ruhr und irgendwann kam der Moment, an dem Benny vielleicht etwas weiter ins Leben zurückgehen konnte... Das
00:33:59: hat auch Konfliktpotenzial.
00:34:01: Absolut!
00:34:02: Wir sind damit umgegangen.
00:34:03: Manchmal war es auch hässig auf Benny.
00:34:05: Da hast du gefunden was?
00:34:06: Jetzt gehst du hier schon wieder so normal durchs Leben oder...?
00:34:10: Nein, das glaube ich jetzt nicht.
00:34:13: Ja, weil normal das Leben bin ich schon nicht gegangen.
00:34:15: Ich habe dann einen Versuch gestartet und nicht arbeiten.
00:34:19: Nach sechs Wochen.
00:34:20: Und am ersten Abendstag war ich weinend wieder heimgekommen, weil es nicht ging.
00:34:25: Nach drei Wochen oder
00:34:26: so?
00:34:26: Oder drei Wochen.
00:34:28: Es war viel zu früh.
00:34:30: Ich kam dort in die Arbeit zu Hause und hatte keine Chance.
00:34:34: Also nach einer halben Stunde bin ich wieder home und sagte mir, dass es gar nichts geht.
00:34:38: Was ist das für dich gewesen?
00:34:43: Ich hatte das Bild, dass die Welt für uns stillgestanden ist und jetzt wieder in diese Rotation von dieser Welt einkommt.
00:34:50: Alles ist normal, in diese Normalität, in dieses Trüllen der Welt.
00:34:54: Das ging irgendwie nicht.
00:35:01: Ja, gell?
00:35:02: Für die Leute rundherum gehts Leben sehr schnell weiter.
00:35:05: Man muss betroffen von dem Schicksal, den ihr erlebt habt.
00:35:09: Aber logisch, es betrifft einem nie so wie euch ... ist es manchmal für euch auch schwierig zu akzeptieren, dass die Leute sehr schnell vergessen in Anführungszeichen.
00:35:20: Also ja, halt nicht mehr so präsent sind vielleicht oder nicht mehr.
00:35:23: Das ist wie das Schlimmste!
00:35:25: Und ich glaube wirklich... Was dir hilft?
00:35:28: Dort sind andere gute Leute.
00:35:31: Dann kannst du so eine Krise überstehen, glaub' ich.
00:35:36: Aber es gibt natürlich dann auch diese Menschen, die wirklich nicht konstruktiv sind und vielleicht selber überfordert sind.
00:35:42: Wir hätten mal jemand gesagt, weisst ... Vielleicht hätte das passieren müssen.
00:35:48: Das ist einfach ein schlagiges Gesicht.
00:35:52: Wir haben schon auch viele, viele gute Leute.
00:35:56: Gutes Netzwerk, da war kein unglaublich wertvoll und wichtig sein.
00:36:00: Aber es gab schon halt alles andere.
00:36:02: Und ich glaube, dort ist wenn so Blumpe aussagen oder ... Halt jetzt vielleicht auch Christen, die dann sagen können, dass ich für dich bete?
00:36:13: Nein!
00:36:13: Ich brauche jetzt dich Das Gebet nicht missbrauchen zum Quasi-Hürr, sondern ich lasse es mir zu.
00:36:20: Du brüllst jetzt mit mir zusammen und sagst, was brauchst du?
00:36:23: Wie kann ich dir
00:36:23: helfen?".
00:36:26: Du sprichst gerade etwas an, das ich auch noch unbedingt fragen wollte.
00:36:28: Also ihr seid eine gläubige Christin, habt ihr schon erzählt?
00:36:31: Die Kille ist mega wichtig für euch!
00:36:33: Wie ist denn der Glaubenhilfe hier?
00:36:35: Ich meine ... Weisst du, bist du dann da nicht einmal hässig auf Gott und findest, sorry aber was ist das?
00:36:40: Ich war sehr
00:36:46: hässiger.
00:36:46: Es ist ein Paradox, eine sehr grosse Wut auf ihn.
00:36:50: Warum hast du es zugelassen?
00:36:51: Was soll denn das eigentlich?
00:36:53: Meine erste Frage war, was bist du für einen Gott, der in meinem Leben etwas zu erlaubt hat?
00:36:58: Das habe ich nicht vorhin erlebt.
00:37:02: Gleichzeitig kenne ich das Leben ohne ihn.
00:37:05: Es ist wie auch kein Weg mit dem ich nichts mehr zu tun habe.
00:37:09: Weil er ist derjenige, der durch die Stürze treibt... Kannst du
00:37:14: sagen, es spürt das Trägen?
00:37:19: Könnte nicht ein Konkretz Beispiel sagen, dass ich es gerade gespürt habe an dem oder an dem.
00:37:24: Aber ich finde so wie wir heute im Leben stehen und miteinander – also er hat einen Bericht auch an den Tickenaschungsanschlägen.
00:37:33: Wie wir können weitergehen und ja unsere Familie hier steht, ist vielleicht schon gut auch, was uns irgendwie gestärkt und beleidet hat.
00:37:46: Es ist wie ein Hin- und Her.
00:37:48: Einerseits hasse ich dich, andererseits brauche ich dich.
00:37:51: Wo soll ich auch hergehen, wenn nicht zu dir?
00:37:53: Und gleichzeitig...
00:37:55: Am Schluss ist es eine Entscheidung, die wir getroffen haben.
00:37:58: Wir bleiben hier und versuchen zu vertrauen.
00:38:01: Wir verstehen das nicht.
00:38:04: Null!
00:38:04: Auch jetzt nicht, aber in zehn Jahren nicht.
00:38:06: Aber wir entscheiden uns trotzdem für mit ihr weiterzugehen.
00:38:12: Weil wir ... Das ist kein Gefühl.
00:38:15: Wir wollen das, weil wir glauben, dass es dort richtig ist.
00:38:19: Und ich sehe auch keine Alternative.
00:38:22: Aber es ist nicht einfach wie alles gut.
00:38:25: Sie lassen den Spur und die Narben vertrauen, was sie gebrochen haben.
00:38:30: Das ist wie ein sehr langer Heilungsweg.
00:38:32: wieder mit ihm zu sagen ... Vertrauen heisst auch, dass Kinder sterben können?
00:38:40: Es heisst nicht einfach, dass alles gut
00:38:43: ist!
00:38:43: Und wir sind jetzt auch nicht geschützt.
00:38:45: Vorweiterter
00:38:46: geht ja, oder?
00:38:48: Das gibt natürlich dann schon ganz grosse Ängste.
00:38:52: Ist das auch etwas gewesen ... Weisst du, du bist später wieder schwanger geworden und hast nochmals ein Kind bekommen.
00:38:58: Wenn du Angst ansprichst, stelle ich mir vor, dass es ja schon etwas Oppresente ist.
00:39:04: Das ist natürlich ein Reisenthema.
00:39:06: Es
00:39:06: ist ein Marathon, dass eine Folge so lange schafft, ist einfach mega streng!
00:39:11: Aber
00:39:12: ihr habt auch das gewünscht, ihr wollt es noch mal als Kind haben.
00:39:16: Also, da könntest du gleich nochmal einen Podcast dazu machen bis ... also ich nicht!
00:39:20: Ich habe am Anfang nichts.
00:39:21: Ich wollte das noch einmal durchmachen und du aber schon.
00:39:25: Und dann mussten wir viel spazieren, die Älteste abgeben zu können kämpfen und feiten miteinander... und jetzt hat sich's aber gelohnt, dass Bertriss sich durchgesetzt hat.
00:39:37: Ja, aber es klingt nach einem langen Prozess.
00:39:42: Gleich ist es mega heiss, auch am Heute hat zwei Mädchen miteinander gesehen.
00:39:47: Und ich bin besonders, dass sie nochmals eine Mädchen gegeben haben und mir so ... Ja, das darf er damit leben.
00:39:53: Dort dürfen zwei lebendige Finde haben?
00:39:56: Genau.
00:39:57: Ja, weisst du, wir sind ja wirklich so eiskalt verwischt worden.
00:40:01: Also mitten im Leben werden ihr so konfrontiert mit dieser Endlichkeit vom Leben.
00:40:07: Was würde sagen, wie hat der Tod von Yael Dass das Bewusstsein des Lebens endlich Eure Sicht verändern wird?
00:40:15: Aufs Leben und auch auf der Tod.
00:40:18: Ich kann dann mit einem Coach über dieses Thema reden, um es zu verarbeiten.
00:40:23: Dort war schon ganz fest, dass man versucht, mit einer Ewigkeitsperspektive auf diese Sache zu schauen.
00:40:32: Und ich finde das relativiert sehr viel dieser Endlichkeit.
00:40:36: Weil ich habe ganz fest Hoffnung und Zuversicht, dass ich sie mal wieder sehe...
00:40:42: Nach dem Tod, dass das Leben weitergeht.
00:40:47: Paradies oder wo?
00:40:49: Was bist du davon?
00:40:51: Wahrscheinlich ist es viel einfacher wie eine neue Welt irgendwie ... Ich glaube, es war normal, dann sehe ich sie.
00:41:01: Wahrscheinlich sind sie gross.
00:41:03: Es ist noch etwas schwierig.
00:41:07: Man weiss es halt wirklich nicht.
00:41:08: Aber ich habe ganz feste Hoffnung und das hilft mir schon, viel besser einzuhalten, damit sie auch zu leben und mit ihrer Hoffnung.
00:41:17: Es gibt Kraft,
00:41:18: es gibt
00:41:18: Zuversicht...
00:41:19: Und
00:41:21: es ist jetzt okay, dass das passiert ist, wenn es auch schon durch eine Diskussion diskutiert wird – die Jüngste wäre sonst nicht da!
00:41:28: Und sie ist ja auch super.
00:41:30: Also weil ihr bei zwei Kindern bleiben wäre, meint ihr?
00:41:33: Ich
00:41:35: finde es hilft schon mega fest zu wissen oder zu glauben ... Ich sehe sie wieder und es geht ihr gut.
00:41:42: Für unsere Kinder ist das unglaublich wertvoll zu wissen.
00:41:46: Ja, er ist jetzt bei uns.
00:41:47: Er ist im Himmel.
00:41:48: Es sieht's gut!
00:41:48: Es geht ihr dort gut.
00:41:51: Wir sehen sie alle wieder mal.
00:41:52: Wir werden dort... Also, das glaubt man mir.
00:41:54: Und dann gibt es wie eine Perspektive und es nimmt einem so einen ... Ein Lichtblick eigentlich?
00:42:01: Und wir haben
00:42:02: immer in einer gewissen Maße Antworten auf ganz schwierige Fragen.
00:42:07: Nicht alle, aber halt Schon mehr, wenn wir Gott und Jesus nicht hätten.
00:42:15: V.a.
00:42:16: für Kinderselen sind das super amten.
00:42:20: Es beantwortet sich die Frage, wie es sich auf den Tod verändert hat aber gibt's auch... Wie hat sich unsere Sicht aufs Leben verändert?
00:42:28: Was ist wichtig im Leben?
00:42:29: oder wie gehen dir heute durchs Leben nachdem?
00:42:32: Ich gebe es jetzt mega bewusst zu geben, dass es eine Berechtlichkeit des Lebens gibt.
00:42:37: Ich bin, ehrlich gesagt, jeden Tag dankbar, wenn unsere älteste Tochter am Mittagstisch wieder da sitzt.
00:42:43: Einfach wie zu wissen... Wir haben es ja auch schwierig, wir haben es überhaupt nicht in den Händen und ich kann von heute in jeder Sekunde das Leben eigentlich zerbrechen.
00:42:56: Und einfach auch eine mega grosse Dankbarkeit für unsere Familie.
00:43:00: Wir geniessen uns unglaublich dann einmal miteinander und unterwegs sein um die Kinder so zu haben.
00:43:05: Das
00:43:07: Gleiche ist schon nicht alles so rote.
00:43:10: Ich glaube, ich will ja auch sagen... Also gewisse Ängste sind gewachsen.
00:43:19: Ich merke es
00:43:19: v.a.,
00:43:19: dass mir wichtig ist, dass ein Mabektüren abgeschlossen ist.
00:43:23: Da hatte ich vorher nichts.
00:43:26: Ich glaube
00:43:27: nicht, dass
00:43:30: es irgendwie zwanghaft ist oder pathologisch.
00:43:32: Aber es ist wichtig, dass wir safe sind da drin, wenn wir schlafen.
00:43:37: Und ich glaube, ich bin ängstlicher geworden.
00:43:41: Früher, als die Eltern auf dem Baum gelehrt haben, gab sie einen klaren Gang und heute ist schon, warte ich heute beim Zerstörzen kurz an, ob etwas sicher passieren könnte.
00:43:50: Also ich glaube auch, ich war schon ein
00:43:55: bisschen ängster.
00:43:57: immer wieder zu schauen, schnaufen und lebt.
00:43:59: Am Anfang ganz fest?
00:44:00: Ja.
00:44:01: Einfach mitzusehen, dass ihr einfach tot im Bett legt.
00:44:04: Es kann ja wie passieren ...
00:44:07: Also ich weiss nicht, am Anfang, an dem ich arbeite, habe ich jeden Morgen bei den Ältesten eingeschaut über ihren Herzschlag.
00:44:14: Das habe ich jetzt nicht mehr.
00:44:15: Aber das stimmt!
00:44:17: Ich habe immer geschaut, schnuffen und leben.
00:44:20: Der Podcast heisst endlich Leben.
00:44:22: Das können wir verschieden töten.
00:44:24: Was heisst für euch endlich leben?
00:44:27: Ich finde euch diese Perspektive schon spannend.
00:44:30: Also lebe ich quasi mit dem Fokus mein Leben, einmal wird es so der letzte Tag sein und dann werde ich sterben den letzten Atemzug.
00:44:40: und auf was würde ich denn zurück schauen?
00:44:44: Und wenn ich so würde, muss ich dann ein Mercedes gefahren sein oder langend auch einen Opel?
00:44:51: Mit der Differenz dieses Geld kann ich gut tun, die ich im Rückblick auf mein Leben denke... Gut, bin ich nur ein Opel gefahren mit der Differenz zum Mercedes.
00:45:00: Mit diesem Geld habe ich irgendwie anderen geholfen.
00:45:05: Das bewusste Leben eigentlich?
00:45:07: Ja und auch etwas weniger Material.
00:45:09: Ich habe auch gerne schöne gute Sachen.
00:45:12: Es gibt einen neuen Velo, ein cooles, das ist schon am gleiche auch wieso... Aber es ist so vergänglich!
00:45:20: Es geht alles kaputt und bald hat's nicht mehr den Wert.
00:45:25: Ich habe ein endliches Leben mit einem Bewusstsein auf die Endlichkeit.
00:45:29: Das ist einfach ... Der Himmel ist plötzlich, wenn wir hier von dem Himmel singen, so eine Realität geworden.
00:45:37: Wofür er?
00:45:38: ja?
00:45:40: Wir wissen alle, dass man sterbt aber es ist viel realer worden, dass wir wirklich sterben.
00:45:46: Du stellst einen Sehnsuch nach diesem Himmel bei dir oder bei euch?
00:45:51: Das ist eigentlich eine gespaltene Sache, oder?
00:45:54: Hast du eine Vorfreude?
00:45:56: Ich glaube am Schluss, wenn es so weit ist, macht es das vielleicht.
00:46:00: Das stehe ich mir vor für mich wie Lächter, weil ich denke endlich bin ich bei ihr.
00:46:06: Gleichzeitig leben wir ja hier und werden die auf dieser Welt mit unseren Kindern und allem leben.
00:46:14: Veni und Beatrice sind eigentlich bereit zum Schluss von diesem Gespräch aber ich möchte gleich noch gelagen.
00:46:20: Gibt es noch etwas, was euch noch wichtig ist?
00:46:23: Ja
00:46:24: ich glaube sie ist einfach gut über ... Themen zu reden, die einem beschäftigen und auch über Themen zu sprechen, die schmerzhaft sind.
00:46:30: Ich habe jetzt den Potter-Interviews.
00:46:31: Das ist gut!
00:46:33: Gut haben wir uns dafür entschieden?
00:46:34: Können wir unsere Geschichte teilen?
00:46:36: Es ist schön, dass du gut
00:46:38: bist.
00:46:40: Ich glaube es ist einfach sehr wertvoll wenn man mit Familien zu tun hat oder Kinder zu tun haben, die nicht hier sind, damit die Kinder immer wieder sehen dürfen und ihren Raum bekommen und benannt werden.
00:46:54: Weil für uns als Eltern sind sie unsere Kinder und gehören zu uns.
00:46:58: Und haben ihren Platz bei
00:47:01: uns.
00:47:01: Dass man auch nicht Angst hat, um die Eile ins Spiel bringen oder das ansprechen?
00:47:09: Das erlebe ich jetzt bei Freundinnen, mit denen ihre Babys im Himmel haben.
00:47:14: Auch sie haben ihren Ort und gehörten zur Familie und sind wichtig für uns!
00:47:22: Sehr schön.
00:47:22: Danke euch vielmals, dass ihr eure Zeit genommen habt und vor allem auch so offen waren und Einblicke gegeben habt in euren Geschichten und unser Leben.
00:47:30: Ich wünsche euch von Herzen alles Gute!
00:47:32: Dankeschön!
00:47:36: Vielleicht ist dir das Thema näher gegangen?
00:47:38: Weil du oder jemand aus deinem Nähenumfeld betroffen bist vom Kindsverlust Dann empfehle ich dir die Fachstelle kidsverluster.ch.
00:47:47: Benni und Beatrice haben im Gespräch diese Fachstelle
00:47:50: erwähnt.
00:47:51: Ich habe auch schon mal einen Erfolg mit der Leiterin Margareta Neff-Seitz gemacht, ich empfehle ihr das Gespräch mit ihnen sehr.
00:47:58: Der Link dazu findet ihr in den Shownotes.
00:48:01: Dort hat sie ein Link, wenn du endlich leben willst unterstützen.
00:48:04: Dieser Podcast wird von RF Media produziert.
00:48:07: Ein Spender finanziert das Medienhaus!
00:48:10: Dank deiner Unterstützung können wir noch mehr solche Podcasts machen, die für dich oder in diesem Umfeld inspirierend oder auch hilfreich sind.
00:48:18: Danke vielmals für jeden Franken!
00:48:20: Ich sage tschüss, mein Name Evelin Gwecknacht.
00:48:23: Endlich Leben – ein Podcast von RF-Medien Schweiz.
00:48:27: Mehr auf erfmedien.ch.
00:48:29: schrägstrich podcast.
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